Groß Gerungs will familienfreundliche Gemeinde werden

Mathias FischerMathias Fischer
Kinder spielen Brettspiele in einem hellen Raum mit langen Tischen.
© Stadtgemeinde Groß Gerungs

Die Stadtgemeinde Groß Gerungs arbeitet an der Zertifizierung zur familien- und kinderfreundlichen Gemeinde. Am 18. August fanden dazu zwei Workshops im Rathaussaal statt, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Vorstellungen einbrachten.

Die Stadtgemeinde Groß Gerungs hat am 18. August 2026 zwei Workshops im Rathaussaal veranstaltet, um den Weg zur familien- und kinderfreundlichen Gemeinde voranzutreiben. Dabei kamen sowohl junge als auch erwachsene Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

Kinder und Jugendliche brachten ihre Ideen ein

Am Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr beschäftigten sich 21 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren mit ihrer Heimatgemeinde. Sie konnten ihre Perspektive auf Groß Gerungs darlegen und Vorschläge für eine kinderfreundlichere Gestaltung entwickeln.

Diese Beteiligung ist Teil des Weges zum UNICEF-Zusatzzertifikat „Kinderfreundliche Gemeinde“. Für diese Auszeichnung ist es erforderlich, dass Kinder und Jugendliche selbst ihre Sichtweise einbringen können.

Projektgruppe diskutierte am Abend

Der zweite Workshop fand am Abend von 19 bis 21 Uhr statt. Eine Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Lebensphasen analysierte die bereits bestehenden Angebote in Groß Gerungs und identifizierte Bereiche für weitere Entwicklungen. Dieser Workshop markierte den Auftakt im Prozess zur „familienfreundlichen Gemeinde“.

Landesausstellung als Motivation

Bürgermeister Christian Laister sieht einen Zusammenhang mit einem regionalen Großereignis: „2028 wird die NÖ Landesausstellung in unserer Region sein. Im Hinblick darauf möchten wir uns als familienfreundliche Gemeinde und Region positionieren.“

Laister betonte, dass es nicht nur um das Gütesiegel selbst gehe. Vielmehr wolle die Gemeinde Groß Gerungs als attraktiven Wohnort für Familien stärken und ein Zeichen über die Gemeindegrenzen hinaus setzen.

Stadträtin Stefanie Hackl, die den Prozess koordiniert, verwies auf die bereits vorhandene Infrastruktur: „Wir haben bereits viele Angebote für alle Lebensphasen. Es macht Sinn, dies nun vollständig zu erheben, zu dokumentieren und auszubauen.“

Dreijähriger Zertifizierungsprozess

Die Workshops sind Teil des Zertifizierungsprozesses zur „familienfreundlichen Gemeinde“ – ein staatliches Gütezeichen für Gemeinden, die sich aktiv für die Bedürfnisse von Familien, Kindern, Jugendlichen, Alleinstehenden und Seniorinnen und Senioren engagieren.

Der Prozess umfasst eine Bestandsaufnahme, darauf aufbauende maßgeschneiderte Projekte für alle Bevölkerungsgruppen sowie eine externe Prüfung. Die gesamte Umsetzung ist auf drei Jahre angelegt. Besonderer Fokus liegt auf generationenübergreifenden Angeboten.

Quelle: https://www.gerungs.at/WORKSHOPS_Familienfreundliche_Gemeinde

Chormitglieder mit Urkunden in der Hand posieren in einem Raum mit Holzboden.
© Stadtgemeinde Groß Gerungs

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