Großbrand bei Kaindl in Wals-Siezenheim gelöscht

Pia ProdingerPia Prodinger
Feuerwehr-Schriftzug auf rotem Einsatzfahrzeug in Österreich
© Pixabay (Symbolbild)

Bei einem Feuer im Werk des Holzverarbeitungskonzerns Kaindl in Wals-Siezenheim im Flachgau waren am Montagabend rund 160 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Flammen brachen in einem 35 Meter hohen Altholzturm aus und konnten nach mehr als vier Stunden unter Kontrolle gebracht werden.

Das Feuer entstand im oberen Bereich eines Turms, in dem Recyclingholz vor der weiteren Verarbeitung von Fremdstoffen gereinigt wird. Ein Förderband aus Gummi geriet in Brand, wodurch dunkle Rauchschwaden über dem Betriebsgelände aufstiegen. Die Flammen breiteten sich zunächst nach unten aus.

Wegen der enormen Hitze und der starken Rauchentwicklung war ein Löschangriff von innen zunächst nicht möglich. Alexander Brötzner, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wals-Siezenheim, erklärte gegenüber der APA, dass der Turm mit rund 35 Metern Höhe die Standard-Hubbühnen der Feuerwehren überrage. Die Einsatzkräfte löschten daher mit Drehleitern und schwerem Atemschutz, bis das Gebäude betreten werden konnte. Ein Übergreifen auf andere Werksteile wurde verhindert.

Produktion lief weiter

Die Ursache des Brandes ist noch unklar, ebenso die Schadenshöhe. Johannes Leibetseder, Sprecher von Kaindl, teilte am Dienstag mit, dass der Turm voraussichtlich für einige Tage außer Betrieb bleiben werde. Die Produktion sei jedoch zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen. Das beschädigte Förderband müsse ausgetauscht werden.

Derzeit sind Experten vor Ort, um die Brandursache zu ermitteln und die Statik des Turms zu überprüfen. Bei dem Feuer und den Löscharbeiten wurde niemand verletzt.

Im Einsatz standen neben der Betriebsfeuerwehr die Feuerwehren Wals-Siezenheim, Anif und Grödig sowie die Drohneneinheit Flachgau. Das Rote Kreuz war mit einem Team für Notfälle vor Ort.

Quelle: APA

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