Großbrand in Gewerbebetrieb fordert 80 Feuerwehrleute

In Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) ist am 19. August in einem Silo ein Brand ausgebrochen. Sieben Feuerwehren standen über zwölf Stunden im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Mehr als 50 Tonnen Getreide mussten abgelassen werden.
Am 19. August um 08.22 Uhr wurden sieben Feuerwehren zu einem Brandeinsatz in die Franzensthalstraße in Ebergassing alarmiert. Ein Techniker hatte zuvor in einem Silo in etwa 30 Metern Höhe eine Rauchentwicklung bemerkt und den Notruf gewählt.
Die Einsatzkräfte wurden mit der Alarmstufe „B3 Gebäudebrand – Gewerbebetrieb“ per Sirene alarmiert. Bei der Erkundung unter Atemschutz in rund 30 Metern Höhe stellten die ersteintreffenden Kräfte aus Ebergassing eine massive Rauchentwicklung in einer Etage der Fördertechnik fest.
Technischer Defekt löste Brand aus
Aufgrund eines technischen Defekts war eine Maschine überhitzt und beförderte unkontrolliert glosendes Getreide in verschiedene Silos. Diese waren teilweise mit über 20 Tonnen Getreide befüllt. Als mehrere Silos in den obersten Etagen vom Atemschutztrupp geöffnet wurden, traten aus mehreren Behältern sofort dichte Rauchschwaden aus.
Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Silos von dem Brandereignis betroffen. Der Betrieb wurde daraufhin eingestellt und das Objekt evakuiert. Aufgrund der beengten Örtlichkeit wurden die nachrückenden Ergänzungskräfte im Bereich des Volksheims positioniert.
Über 50 Tonnen Getreide abgelassen
Die Fördertechnik wurde gekühlt und der Brand in den betroffenen Silos mit einer C-Löschleitung unter Atemschutz von der Besatzung des Tanklöschfahrzeugs Ebergassing bekämpft. Nach mehreren Stunden und einer vorsichtigen Entwarnung wurde das Silo von Mitarbeitern der Firma auf Bodenniveau geöffnet.
Das Getreide wurde von einem LKW abgesaugt und auf dem angrenzenden Parkplatz entleert. Insgesamt wurden dabei weit über 50 Tonnen Getreide abgelassen und abtransportiert. Ein Atemschutztrupp überwachte diese Vorgänge permanent und löschte glosendes Futtermittel ab.
Weitere Atemschutztrupps der umliegenden Feuerwehren kontrollierten das Objekt laufend mittels Wärmebildkamera sowie CO-Messgeräten. Während ein Teil der Feuerwehren einrücken konnte, mussten weitere Kräfte durchgehend Nachlöscharbeiten und Kontrollgänge durchführen.
Einsatz dauerte über zwölf Stunden
Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ebergassing standen mit 24 Mitgliedern über zwölf Stunden im Einsatz. Insgesamt waren über 80 Feuerwehrkräfte sowie Rettungs- und Polizeikräfte vor Ort.
Neben der Feuerwehr Ebergassing waren die Freiwilligen Feuerwehren Wienerherberg, Gramatneusiedl, Schwechat, Moosbrunn und Himberg sowie die Betriebsfeuerwehr Eitek im Einsatz. Auch das Rote Kreuz Niederösterreich und die Polizei Niederösterreich waren vor Ort.
Quelle: https://www.ff-schwechat.at/news/einsaetze/b3-in-ebergassing


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