Großübung am Uniklinikum: Evakuierung in Psychiatrie geprobt

Mitarbeitende der Salzburger Landeskliniken haben gemeinsam mit Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei den Ernstfall trainiert. Im Neubau der Psychiatrie an der Christian-Doppler-Klinik wurde eine Brandschutz- und Evakuierungsübung durchgeführt.
Bei einer Brandschutzübung im Neubau der Psychiatrie an der Christian-Doppler-Klinik haben Beschäftigte der Salzburger Landeskliniken (SALK) zusammen mit der Berufsfeuerwehr Salzburg, der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg, dem Roten Kreuz und der Polizei einen Notfall durchgespielt. Ziel war es, Menschen auch unter erschwerten Bedingungen sicher zu betreuen und aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren.
Realitätsnahes Szenario in der Gerontopsychiatrie
Das Übungsszenario stellte hohe Anforderungen: Simuliert wurde ein Brand in einem Patientenzimmer der Gerontopsychiatrie im ersten Stock von Haus 59. Mit einem Flammensimulator, einer Nebelmaschine und Geräuschen wurden realistische Bedingungen geschaffen. Weil sich der Rauch im Szenario ausbreitete, mussten die von rund 15 Statistinnen und Statisten dargestellten Patientinnen und Patienten zunächst in einen benachbarten sicheren Bereich und danach ins Erdgeschoß evakuiert werden.
Für den Transport kamen Krankenbetten, Rollstühle und Rollatoren zum Einsatz. Gerade in der Gerontopsychiatrie erfordert eine solche Situation neben klaren Abläufen auch Einfühlungsvermögen. Ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz brauchen im Notfall besondere Unterstützung und vertraute Ansprechpartner. Ruhig erklären, Orientierung geben und Sicherheit vermitteln gehören deshalb ebenso zur Aufgabe wie die Rettung selbst.
Zusammenspiel von Klinikpersonal und Einsatzkräften
Die Übung zeigte, wie wichtig das Zusammenspiel von Klinikpersonal und Einsatzkräften ist. Die Mitarbeitenden bringen ihre Kenntnis der Station und der Bedürfnisse der betreuten Menschen ein, die Einsatzorganisationen ihre Erfahrung in Rettung und Gefahrenabwehr. Klare Absprachen und gegenseitige Unterstützung verbinden diese Stärken.
Neben der Evakuierung wurden die Alarmierung, die interne Kommunikation und die Abstimmung der Einsatzleitung trainiert. Die gemeinsame Auswertung soll helfen, Erfahrungen zu teilen und Abläufe weiter zu verbessern.
Die Salzburger Landeskliniken versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus und Campus Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg sowie den Landeskliniken in Hallein, St. Veit und Tamsweg.
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