Großübung in Stuppach: 80 Einsatzkräfte probten Ernstfall

Mathias FischerMathias Fischer
Einsatzkräfte der Feuerwehr Stuppach üben eine Personenrettung mit einem Dummy im Freien.
© OFM Zwickl B.

In Stuppach fand am 3. Oktober eine Unterabschnittsübung der Feuerwehren des UA1 Gloggnitz statt. Rund 80 Einsatzkräfte von neun Feuerwehren und zwei Rettungsorganisationen trainierten die Bewältigung eines Gebäudebrands mit vermissten Personen in steilem Gelände.

Die Feuerwehr Gloggnitz Stuppach organisierte am 3. Oktober 2026 eine Großübung für den Unterabschnitt 1 Gloggnitz. Um 14 Uhr wurden sämtliche Feuerwehren des Unterabschnitts sowie zwei Nachbarfeuerwehren per Blaulicht-SMS zu einem simulierten Gebäudebrand mit vermissten Personen alarmiert. Auch das Rote Kreuz Gloggnitz und der Arbeiter-Samariter-Bund Ternitz beteiligten sich an der Übung.

Erstmals Übung in unwegsamen Gelände

Das Übungsobjekt, ein Wohnhaus mit mehreren Nebengebäuden in steilem und unwegsamen Gelände, wurde erstmals für eine Übung genutzt. Der Einsatzleiter erkundete nach dem Eintreffen die Lage und richtete die Einsatzleitung in einem MTF auf der Kreutzerhofstraße ein. Gleichzeitig begann die Mannschaft des TLF 4000 mit dem Aufbau der ersten Löschleitungen.

Zwei FMD-Mitglieder versorgten die ersten Verletzten und führten eine Sichtung durch, bis der Rettungsdienst eintraf. Die nachfolgenden Feuerwehren bauten eine 400 Meter lange Schlauchleitung bis zum nächsten Hydranten auf. Wegen des steilen Geländes und eines Höhenunterschieds von rund 50 Metern kamen mehrere Pumpen zum Einsatz.

Drei Personen aus verrauchten Räumen gerettet

Mehrere Atemschutztrupps führten Menschenrettungen und Löscharbeiten in dicht verrauchten Innenräumen durch. Insgesamt konnten drei Personen aus den verrauchten Räumen gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung übergeben werden.

Nach etwa 75 Minuten waren alle Übungsziele abgearbeitet. Anschließend stellten die Einsatzkräfte die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her. Die Übung wurde mit allen Teilnehmern und Beobachtern vor Ort nachbesprochen. Den Abschluss bildete eine Jause im Feuerwehrhaus Stuppach.

Solche Übungen fördern die Zusammenarbeit aller Organisationen. Die gewonnenen Erkenntnisse können zu Anpassungen und Verbesserungen der Alarmpläne führen.

An der Übung nahmen 80 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen teil. Beteiligt waren die Feuerwehren Gloggnitz Stuppach, Gloggnitz Stadt, Gloggnitz Aue, Gloggnitz Weissenbach, Gloggnitz Eichberg, Prigglitz, Enzenreith und Ternitz-Putzmannsdorf sowie das Rote Kreuz Gloggnitz mit Realistik-Team und der ASB Ternitz.

Quelle: https://www.gloggnitz.at/stadt-und-politik/aktuelles/news?posts=6ac5e1333b5060ccb3bcd3e1

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