Grüne fordern Aufhebung von LKW-Fahrverbot in Schwertberg

Die Grünen in Schwertberg haben im Gemeinderat eine Resolution an die Landesregierung eingebracht. Sie fordern die sofortige Aufhebung des LKW-Fahrverbots auf der B 123. Über 5.300 Fahrzeuge nutzen täglich die Aisttalstraße.
Die Grüne Fraktion im Gemeinderat Schwertberg hat eine Resolution an die oberösterreichische Landesregierung eingebracht. Darin wird die sofortige Aufhebung des LKW-Fahrverbots auf der B 123 gefordert. Die Partei unterstützt nach eigenen Angaben seit über zehn Jahren die Anrainer der Aisttalstraße in deren Bemühungen um Verkehrsberuhigung.
Weder Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) noch Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) würden auf die Forderung eingehen, heißt es in der Aussendung. Steinkellner befürchte, dass nach Fertigstellung der Autobahn D3 in Tschechien der Schwerverkehr nicht mehr über die Innkreisautobahn, sondern über die S10 nach Linz fahren werde. Die Strecke sei um 120 Kilometer kürzer. Der Landesrat fordere deshalb eine Ostumfahrung für Linz.
Neue Donaubrücke als Belastungsfaktor
Die Grünen kritisieren, dass sowohl FPÖ als auch ÖVP nicht thematisieren würden, dass die Aisttalstraße in Verbindung mit der neuen Donaubrücke in Mauthausen die kürzeste Verbindung zur A1 darstelle. Ab Mitte 2027 sei mit einer kontinuierlichen Vervielfachung der Verkehrsbelastung auf der Aisttalstraße zu rechnen.
Eine Verkehrszählung von 29. Oktober bis 4. November 2025 ergab, dass in diesem Zeitraum 37.156 Fahrzeuge die Aisttalstraße auf Höhe des Sportplatzes befahren haben. Das entspricht 5.313 Fahrzeugen täglich. Der 1. November war ein Feiertag, der 2. November ein Sonntag – an diesen Tagen gab es keinen LKW-Verkehr.
Unterstützung für Bürgerproteste angekündigt
Die Grünen wollen es nicht bei der Resolution belassen und kündigen an, allfällige Bürgerproteste aktiv zu unterstützen. Das Abstimmungsergebnis im Gemeinderat soll zeitnah veröffentlicht werden. Die Partei betont, dass Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner von Schwertberg absoluten Vorrang vor allen anderen Interessen hätten.
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