Grüne fordern Aufklärung bei Rektorenbesetzung an PH NÖ

Mathias FischerMathias Fischer
Transparenz-Dokument unter Lupe vor Gebäude mit Fragezeichen, Bücherstapel
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Grünen Niederösterreich verlangen von Bildungsminister Christoph Wiederkehr volle Transparenz bei der Neubesetzung des Rektorats der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Der Minister hatte die vom Hochschulrat bestgereihte Kandidatin übergangen.

Die Bestellung eines neuen Rektors an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich sorgt für Kritik. Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat die vom Hochschulrat an erster Stelle gereihte amtierende Vizerektorin nicht ernannt. Sie war die einzige Bewerberin, die mit der Bewertung „in höchstem Maße geeignet“ eingestuft worden war.

Georg Ecker, Bildungssprecher und Landtagsabgeordneter der Grünen Niederösterreich, stellt die Entscheidung des Ministers infrage. Er will wissen, warum eine Frau übergangen wurde, die vom Hochschulrat die beste Bewertung erhalten habe. Ecker fragt, ob die Neos damit den Wünschen der schwarzen Lehrergewerkschaft nachkommen würden.

Verdacht auf Einflussnahme durch Intrigenliste

Der Grünen-Politiker verweist auf eine im März bekannt gewordene Intrigenliste, die eine Beeinflussung der Neubesetzung zum Ziel gehabt habe. Ecker möchte vom Minister erfahren, wie er mit dieser Liste umgehe. Er fragt, ob es tatsächlich eine „Mobilisierung der entscheidenden Kräfte im Ministerium“ gegen die Erstreihung der Vizerektorin gegeben habe, wie es in der Liste formuliert worden sei.

Angesichts der Vorwürfe der Ungleichbehandlung fordert Ecker lückenlose Aufklärung und Transparenz von Wiederkehr. Die Pädagogische Hochschule Niederösterreich sei für die Aus- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen in Niederösterreich zuständig und habe daher eine zentrale Rolle für das Bildungssystem. Der Minister müsse dafür sorgen, dass diese wichtige Leitungsposition unumstritten sei.

Forderung nach vollständiger Transparenz

Wiederkehr müsse den Bewerbungsprozess vollumfänglich transparent machen und für volle Aufklärung sorgen, so Ecker. Die Grünen betonen, dass Spitzenpositionen an solch sensiblen Bildungsinstitutionen nicht durch den leisesten Anschein von Parteipolitik, Postenschacherei oder Diskriminierung beschädigt werden dürften.

Quelle: OTS

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