Grüne fordern Aufklärung über Tiertransporte am Flughafen Linz

Mona HopfingerMona Hopfinger
Rinderflug von Ungarn über Linz nach Turkmenistan zwischen 2021 und 2026
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Grünen in Oberösterreich haben eine schriftliche Anfrage an Landesrat Steinkellner eingebracht. Sie wollen wissen, ob Tiertransporte am Linzer Airport regelmäßig stattfinden und wie diese kontrolliert werden.

Der Grüne Tierschutzsprecher und Landtagsabgeordnete Rudi Hemetsberger hat eine schriftliche Anfrage an den zuständigen Landesrat Steinkellner gerichtet. Anlass sind Tiertransporte am Flughafen Linz.

„Wenn hunderte Rinder in einen Flieger nach Asien geschoben werden, wirft das nicht nur ein schiefes Licht auf den Linzer Airport“, so Hemetsberger.

Die Tiere werden laut den Grünen aus Ungarn zum Linzer Flughafen gebracht und von dort mit einer mexikanischen Airline nach Turkmenistan transportiert. „Vier Länder, tausende Straßen- und Flugkilometer, Drehscheibe Linz und vor allem hunderte eingepferchte Rinder“, kritisiert der Abgeordnete. Die Grünen wollen herausfinden, ob solche Flüge ein konstantes Geschäftsmodell am Airport darstellen.

Detaillierte Fragen zu Umfang und Kontrollen

In der schriftlichen Anfrage verlangen die Grünen Auskunft darüber, wie viele lebende Tiere in den Jahren 2021 bis 2025 sowie 2026 über den Linzer Airport transportiert wurden. Zudem wollen sie wissen, woher die Tiere stammten, wohin sie gebracht wurden und für welchen Verwendungszweck.

Weitere Fragen betreffen die Kontrollen: Welche Behörden waren bei der Überprüfung beteiligt, wie laufen diese Kontrollen ab, wie viele gab es und wie viele Beanstandungen wurden festgestellt. Auch Informationen zum aktuellen Transport nach Turkmenistan und den entsprechenden Kontrollen werden von Landesrat Steinkellner eingefordert.

Land als Alleineigentümer in der Verantwortung

Hemetsberger betont die besondere Verantwortung des Landes Oberösterreich: „Das Land OÖ hält künftig 100 Prozent am Flughafen, ist Alleineigentümer und damit verantwortlich, welche Geschäfte der Flughafen macht.“ Ein landeseigener Flughafen dürfe keine Drehscheibe für Tiertransporte sein, die er als sinnlos und grausam bezeichnet.

Die Antworten auf die Anfrage sollen zeigen, ob die aktuellen Transporte einmalig sind oder regelmäßig stattfinden. Hemetsberger stellt klar, dass sie die letzten sein müssten. Die Landespolitik habe nun das alleinige Sagen am Linzer Flughafen und müsse dafür sorgen, dass es kein Tierleid gebe – „auch nicht über den Wolken“.

Quelle: https://ooe.gruene.at/news/tiertransporte-am-linzer-airport-800-luftfracht-rinder-bedurfen-einer-genauen-aufklarung

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