Grüne fordern EU-Förderung für Klimaticket Graz-Maribor

Die Grünen Steiermark wollen nach Salzburger Vorbild EU-Gelder für ein grenzüberschreitendes Öffi-Ticket nutzen. Ein gemeinsames Klimaticket für Graz, Klagenfurt und Maribor soll Pendler auf die Schiene bringen und die A9 entlasten.
Die Grünen Steiermark sehen in einem aktuellen Projekt aus Salzburg ein Vorbild für die eigene Region. Dort holen sich das Land und der bayerische Nachbar rund 750.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, um ein grenzüberschreitendes Tarifangebot vorzubereiten. Dieses Fördermodell soll nun auch für ein Metropol-Klimaticket zwischen Graz, Klagenfurt und Maribor genutzt werden.
Positive Resonanz auf Ticket-Vorschlag
Vor rund einem Monat präsentierten die steirischen Grünen die Idee eines gemeinsamen Klimatickets für die drei Städte. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien durchwegs positiv ausgefallen. Das Ticket soll die Tariflücke rund um die Koralmbahn schließen und Pendlerinnen und Pendlern den Wechsel vom Auto auf die Bahn erleichtern.
Wer täglich zwischen den Regionen unterwegs ist, kennt das Problem: Unterschiedliche Tarifsysteme in Österreich und Slowenien erschweren die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unnötig.
Salzburg als Vorbild für die Steiermark
Salzburg und Bayern bereiten gemeinsam mit dem Berchtesgadener Land ein grenzüberschreitendes Tarifangebot vor und bauen die dafür notwendige Organisationsstruktur auf. Die EU-Förderung macht dieses Vorhaben möglich.
Grünen-Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit Kärnten und Slowenien zu prüfen, welche europäischen Fördermittel für ein Metropol-Klimaticket genutzt werden könnten. „Salzburg und Bayern zeigen gerade vor, wie grenzüberschreitende Öffis funktionieren können: Die Regionen arbeiten zusammen und holen dafür auch Geld aus Europa. Diesen Gestaltungswillen wünsche ich mir auch von unserer Landesregierung“, so Schönleitner.
Entlastung für die A9
Ein gemeinsames Ticket würde mehrere Ziele verfolgen: Es soll die Tariflücke rund um die Koralmbahn schließen, Pendlerinnen und Pendlern den Umstieg vom Auto auf die Bahn vereinfachen und die stark befahrene A9 im Grenzverkehr spürbar entlasten. Zudem würden die drei Städte Graz, Klagenfurt und Maribor verkehrstechnisch enger zusammenrücken.
Die Idee reiht sich in eine europäische Entwicklung ein: Immer mehr Grenzregionen setzen auf gemeinsame Öffi-Angebote, um Pendlerinnen und Pendlern den Alltag zu erleichtern und gleichzeitig das Klima zu schonen.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/metropolticket-eu-foerderung
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