Grüne fordern Fördertopf für dürregeschädigte Bauern

Die Freigabe von Naturschutzflächen zur Mahd reicht nicht aus, um den von der Dürre betroffenen Landwirten zu helfen. Das kritisiert der Grüne Landessprecher Stefan Kaineder und fordert die Einrichtung eines eigenen Fördertopfs.
Stefan Kaineder, Grüner Landessprecher und Landesrat, übt scharfe Kritik an den angekündigten Maßnahmen von Landesrätin Langer-Weninger und Landesrat Haimbuchner zur Unterstützung der Landwirtschaft. Die Freigabe von Naturschutzflächen zur Mahd ohne Zustimmung der Naturschutzabteilung sei zwar in Ordnung, aber bei weitem nicht ausreichend.
„Rasche Hilfe für unser dürregeplagten Bäuerinnen und Bauern schaut definitiv anders aus“, so Kaineder. Auf Bundesebene werde gefeilscht und diskutiert, anstatt wirksame Unterstützung zu organisieren. Im Land selbst würden die Verantwortlichen lediglich einen Tropfen auf den glühend heißen Stein sprühen.
Symbolpolitik statt echter Hilfe
Die angekündigte Maßnahme betreffe nur wenige Flächen und ermögliche es, einige Tage früher zu mähen – in einem Jahr, in dem ohnehin alle Erntezeitpunkte früher lägen. „Als nötige Hilfe für die Bäuerinnen und Bauern, die vor ihren versengten Feldern stehen, ist das deutlich zu wenig“, betont der Grüne Politiker.
Kaineder fordert die Einrichtung eines eigenen Fördertopfs für dürregeschädigte Betriebe. Die Landwirtschaft brauche echte Hilfe und keine Symbolpolitik.
Klimakrise erfordert langfristige Strategie
Der Landesrat sieht die Landespolitik nicht nur bei der unmittelbaren Unterstützung in der Verantwortung. Hitzesommer wie dieser würden zur neuen Normalität, und die Landwirtschaft müsse darauf vorbereitet sein.
Notwendig seien Investitionen in gesunde Böden, Wasserrückhalt, klimaresiliente Bewirtschaftung und vor allem konsequenter Klimaschutz. „Landwirtschaft und Klimaschutz sind keine Gegensätze – sie sind längst Verbündete“, erklärt Kaineder. Die Bäuerinnen und Bauern gehörten zu jenen, die die Folgen der Klimakrise als Erste spüren.
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