Grüne fordern Hitzeschutz für Schulzentrum Kirchberg

Bei der Sanierung des Schulzentrums in Kirchberg an der Raab wurden Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung aus Kostengründen auf die Kippe gestellt. Zwei Grüne-Gemeinderätinnen verlangen nun, dass das Land Steiermark die Gemeinde finanziell unterstützt.
Das Schulzentrum in Kirchberg an der Raab wird derzeit saniert – für die kommenden Jahrzehnte. Doch thermische Maßnahmen gegen Hitze im Sommer sind bei der Finanzierungsplanung mit dem Land aus dem Gesamtkonzept gestrichen worden. Die Grünen-Gemeinderätinnen Katja Maurer und Julia Fellner fordern, dass die Landesregierung der Gemeinde den nötigen finanziellen Spielraum verschafft.
„Eine Schule wird für Jahrzehnte saniert. Der Hitzeschutz darf dabei nicht zum Restposten werden und davon abhängig sein, ob am Ende zufällig noch genug Geld dafür da ist“, erklärt Katja Maurer.
Thermische Sanierung nur bei ausreichendem Budget
Die beiden Gemeinderätinnen hatten sich bereits im Gemeinderat dafür eingesetzt, die ganzjährige Aufenthaltsqualität als verbindliches Ziel der Sanierung zu verankern. Gemeint sind Maßnahmen, die Räume im Winter warm und im Sommer kühl halten.
Bei den Finanzierungsgesprächen mit dem Land wurde die thermische Sanierung jedoch gestrichen.
Außenbeschattung und bauliche Lösungen nötig
Damit Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auch bei hohen Temperaturen gute Bedingungen vorfinden, brauche es bauliche Lösungen, betonen die Grünen. Dazu zählen Außenbeschattung, die verhindert, dass Sonneneinstrahlung die Räume aufheizt, sowie eine thermische Sanierung, die Hitze draußen hält. Werden solche Maßnahmen gleich bei einer Sanierung eingeplant, seien sie meist einfacher umzusetzen als ein späteres Nachrüsten.
Land soll Gemeinde unterstützen
Julia Fellner sieht das Land Steiermark in der Verantwortung: „Unsere Gemeinde investiert viel Geld und Energie in eine gute Schule. Das hat sich Unterstützung durch das Land verdient.“
Sie verweist auf Aussagen von Bildungslandesrat Stefan Hermann: „Wenn der Schutz von Kindern vor Hitze tatsächlich eine zentrale Zukunftsaufgabe des Landes ist, wie Bildungslandesrat Stefan Hermann selbst betont, dann sollte sich das auch bei unserer Schulsanierung zeigen. Notwendige Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung sollten nicht aus Kostengründen herausfallen.“
Ähnliche Fälle in der Steiermark
Maurer und Fellner sehen in Kirchberg ein Beispiel für viele steirische Gemeinden. Bei großen Sanierungen fehlt ihnen schnell das Geld. Ähnlich war es zuletzt in der Marktgemeinde Wies. Dort sagte das Land die Förderung für eine begrünte Schulfassade ab.
Die Grünen sprechen sich für einen landesweiten Hitzeschutzplan und bessere Unterstützung bei notwendigen Maßnahmen aus. Der Hitzegipfel der Landesregierung im Sommer habe dazu noch keine konkreten Schritte gebracht.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/hitzeschutz-schule-kirchberg-raab
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