Grüne fordern Kunasek zu Rettung der Erzbergbahn auf

Die historische Erzbergbahn steht vor dem Aus. Nach der Sperrung zweier Tunnel ist nur noch eingeschränkter Betrieb möglich. Die Grünen Steiermark sehen Landeshauptmann Mario Kunasek in der Pflicht und schlagen eine touristische Bahnverbindung vom Erzberg bis ins Gesäuse vor.
Der ehrenamtlich geführte Verein Erzbergbahn warnt vor einem drohenden Ende der historischen Strecke. Seit zwei Tunnel gesperrt werden mussten, kann die Bahn nur noch eingeschränkt fahren. Lambert Schönleitner, Grünen-Sprecher für Tourismus und Regionen im Landtag, fordert nun eine langfristige Perspektive für das Bahnjuwel.
Kunasek soll Gespräche koordinieren
Schönleitner sieht Landeshauptmann Mario Kunasek als zuständigen Tourismusreferenten am Zug. Das Land solle die lokalen Akteure aus Tourismus und Wirtschaft rasch an einen Tisch holen und gemeinsam eine tragfähige Lösung entwickeln.
„Hier investieren Menschen seit Jahren unzählige Stunden, weil ihnen diese Bahn und ihre Region am Herzen liegen. Dieses Engagement sollte das Land nicht sich selbst überlassen. Mario Kunasek ist als Landeshauptmann und Tourismusreferent gefordert, jetzt das Gespräch mit den regionalen Vertretern zu suchen und gemeinsam eine tragfähige touristische Perspektive für die Strecke zu entwickeln“, sagt Schönleitner.
Erzberg-Gesäuse-Express als Lösung
Die Grünen haben bereits 2024 eine Landtagsinitiative eingebracht. Ihr Konzept: Die bestehende Erzbergbahn soll zum Herzstück einer touristischen Bahnverbindung werden – von Leoben über den Erzberg bis ins Gesäuse.
Mit einem aktuellen Antrag greifen die Grünen das Thema erneut auf. „Wir haben vor zwei Jahren konkret auf den Tisch gelegt, was aus dieser Strecke entstehen könnte. Jetzt ist es höchst an der Zeit, diese Chance ernsthaft aufzugreifen. Es geht darum, das vorhandene Potenzial für die ganze Region zu nutzen“, so Schönleitner.
EU-Förderungen und Schweizer Vorbild
Bei der Finanzierung verweist Schönleitner auf EU-Fördertöpfe für nachhaltigen Tourismus, regionale Entwicklung und Infrastruktur. „Es liegt an der Landesregierung, diese Möglichkeiten ernsthaft zu prüfen und für die Erzbergbahn zu nutzen“, erklärt er.
Als Vorbild nennt er die Schweiz, wo vergleichbare Bahnprojekte seit Jahren erfolgreich Landschaft, Bahnerlebnis und regionale Wertschöpfung verbinden. „Dort würde man ein solches Stück Bahngeschichte als touristische Chance begreifen und entsprechend weiterentwickeln. Genau diesen Blick wünsche ich mir auch für die Steiermark“, sagt Schönleitner.
Der Verein Erzbergbahn hat den touristischen Betrieb der historischen Strecke jahrzehntelang ehrenamtlich am Laufen gehalten.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/erzbergbahn-tourismus-zukunft
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