Grüne fordern Maßnahmen nach Milliarde Dürreschäden

Die Hagelversicherung beziffert die Dürreschäden in der österreichischen Landwirtschaft auf eine Milliarde Euro. Die steirischen Grünen sehen darin die Folge jahrelanger Versäumnisse und verlangen konkrete Schritte beim Boden- und Klimaschutz.
Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der steirischen Grünen, und Andreas Lackner, Bundesobmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern, reagieren auf die Schadensbilanz mit der Forderung nach raschen Maßnahmen, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben und im Alltag der Bevölkerung wirksam werden.
Hitzegipfel am 20. August angekündigt
Nach wochenlanger Rekordhitze hat die Landesregierung einen Hitzegipfel für den 20. August angekündigt. Krautwaschl wertet dies als Mindestreaktion auf die aktuelle Lage: „Die Schäden zeigen, wohin jahrelanges Zögern beim Klima- und Bodenschutz führt. Dass unsere Forderung aufgegriffen wurde und sich die Landesregierung jetzt endlich zu einem Hitzegipfel durchringen konnte, ist angesichts dieser Lage das Mindeste.“
Entscheidend sei, was nach dem Gipfel folge. Es gehe nicht nur um Anpassung an die Klimakrise, sondern darum, Schlimmeres zu verhindern. Dafür brauche es konkrete Schritte, die die Steiermark dauerhaft besser auf Extremwetterereignisse vorbereiten, so die Klubobfrau.
Wasserspeicherung als Priorität
Die Grünen sehen die Wasserversorgung der Landwirtschaft als zentrale Herausforderung. Steirische Höfe sollen mehr Möglichkeiten erhalten, Wasser in der Landschaft zu halten – etwa durch verbesserte Speicherung und nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Fehle das Wasser, wie derzeit vielerorts der Fall, gerieten die heimischen Betriebe massiv unter Druck.
Warnung vor Gefährdung der Ernährungssicherheit
Lackner warnt vor den langfristigen Folgen für die regionale Lebensmittelversorgung: „Viele Bäuerinnen und Bauern kämpfen derzeit mit enormen Ernteeinbußen. Eine Dürre ist schon schwer zu verkraften, ein zweites Dürrejahr kann für unsere Höfe und unsere Lebensmittelversorgung endgültig in einer Katastrophe münden.“
Er appelliert an die politisch Verantwortlichen: Wer regionale Lebensmittel und Ernährungssicherheit garantieren wolle, müsse endlich handeln – Wasser speichern, Böden schützen und Höfe besser auf lange Trockenperioden vorbereiten.
Forderungskatalog an die Landesregierung
Krautwaschl betont, die Grünen hätten das Thema auf die politische Tagesordnung gebracht. Nun zähle, ob die Landesregierung auch handle.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/duerre-erfordert-klima-und-bodenschutz
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