Grüne fordern mehr Bildungsförderung in Wels

Mona HopfingerMona Hopfinger
Bildung: Lernleistung, Jugend-Arbeitslosigkeit, Mathe- und Deutschkenntnisse im Vergleich
© Mit KI (Gemini) generiert

Über 70 Prozent der Volksschulen in Wels liegen in Mathematik im unteren Leistungsdrittel. Die Grünen sehen darin ein strukturelles Versagen und fordern von der Stadt gezielte Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche.

Die Leistungswerte an Welser Volksschulen zeigen ein alarmierendes Bild: 71,4 Prozent der Standorte rangieren in Mathematik im unteren Drittel, in Deutsch sind es 57,1 Prozent. Für die Grünen ist das ein Zeichen für strukturelle Probleme, die nicht länger ignoriert werden dürften.

„Wir können nicht jahrelang über Integration reden und gleichzeitig zusehen, wie Kinder bereits in der Volksschule den Anschluss verlieren. Verfehlte Bildungspolitik ist verfehlte Integrationspolitik“, erklärt Miriam Faber, Fraktionsobfrau der Grünen Wels.

Stadt soll Verantwortung übernehmen

Faber betont, dass sich Wels nicht hinter anderen Gebietskörperschaften verstecken könne. Die Stadt trage Verantwortung für die hier aufwachsenden Kinder und Jugendlichen. Nötig seien gezielte Förderung, ausreichend Bildungsplätze und bessere Übergänge in die Ausbildung. Kein Kind dürfe an fehlender Unterstützung oder mangelnden Perspektiven scheitern.

Jugendarbeitslosigkeit als Folge

Auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit führen die Grünen auf unzureichende Unterstützung beim Übergang von Schule in Beruf zurück. Fehlende Bildungs- und Ausbildungsperspektiven würden soziale Probleme verschärfen und Integration erschweren. Gefordert werden frühzeitige Förderung, bessere Berufsorientierung und konkrete Angebote für den Einstieg in Ausbildung und Arbeit.

Selbst Volksschulkinder, die für ein Gymnasium qualifiziert seien, bräuchten anschließend einen Platz. Dass Bund und Land dafür zuständig sind, dürfe für die Stadt kein Grund sein, sich aus der Verantwortung zu ziehen, so die Grünen.

Quelle: https://ooe.gruene.at/news/verfehlte-bildungspolitik-ist-verfehlte-integrationspolitik

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