Grüne fordern mehr Geld für Sozialorganisationen

Die Arbeitslosigkeit bei Langzeitarbeitslosen, über 50-Jährigen und Frauen steigt weiter. Die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Brigitte Huber-Reiter kritisiert Kürzungen bei Sozialorganisationen und fordert mehr Unterstützung für benachteiligte Gruppen.
Brigitte Huber-Reiter übt scharfe Kritik an der aktuellen Arbeitsmarktpolitik. Zwar gebe es mehr offene Stellen, doch davon profitierten jene nicht, die vom Arbeitsmarkt nicht nachgefragt würden, so die Landtagsabgeordnete der Grünen.
Besonders betroffen seien Langzeitarbeitslose, Menschen über 50, Frauen und Personen mit Beeinträchtigung. Bei diesen Gruppen steige die Arbeitslosigkeit kontinuierlich an. Sie alle bräuchten besondere Hilfe, wie sie Sozialorganisationen böten.
Kürzungen rächen sich
Die Politik solle bei der Bewertung der Daten nicht selektiv vorgehen, sondern das Gesamtbild betrachten, fordert Huber-Reiter. Zudem müssten die entstandenen Lücken in der Unterstützung wieder geschlossen werden.
Ohne finanziell gut ausgestattete Sozialorganisationen werde sich an der Entwicklung kaum etwas ändern. Diese seien auf schwierige Fälle und komplizierte Situationen spezialisiert und könnten Blockaden auf dem Weg in den Arbeitsmarkt beseitigen.
Nur durch Beratung, Qualifizierung und Beschäftigungsprojekte gelinge es, Betroffene und offene Stellen zusammenzubringen. Dass die Zahlen bei den benachteiligten Gruppen stärker steigen als im Bundesschnitt, müsse zu Lösungen motivieren, betont die Arbeitsmarktsprecherin.
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