Grüne fordern nach Schnöll-Rückzug mehr Tempo beim Öffi-Ausbau

Nach dem angekündigten Rückzug von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll aus der Politik fordert die Grüne Klubobfrau Martina Berthold mehr Entschlossenheit beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Salzburg.
Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen im Salzburger Landtag, würdigt die Arbeit von Stefan Schnöll im Bereich Mobilität. Die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Landeshauptfrau-Stellvertreter habe sie sowohl während der gemeinsamen Regierungszeit als auch aus der Opposition geschätzt, erklärt Berthold. Schnöll habe dem öffentlichen Verkehr einen hohen Stellenwert beigemessen, in Salzburg sei in diesen Jahren einiges vorangegangen.
Berthold erinnert an wichtige Erfolge: Gemeinsam mit der damaligen Mobilitätsministerin Leonore Gewessler habe Salzburg als erstes Bundesland das Klimaticket eingeführt. Das Mobilitätsticket habe die Öffis im Tourismus gepusht. Diese Schritte seien wichtige Meilensteine für leistbare und klimafreundliche Mobilität gewesen.
Kritik am fehlenden Durchsetzungsvermögen
Gleichzeitig äußert die Grüne Klubobfrau Kritik: Ihre Partei hätte sich gewünscht, dass sich Schnöll beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs noch stärker durchsetzt. Beim S-Link habe sich schmerzlich gezeigt, dass es für große Verkehrsprojekte mehr brauche als gute Pläne – es brauche den gemeinsamen Willen aller Entscheidungsträger:innen. Auch beim S-Bike, das jetzt endlich umgesetzt wurde, habe lange der nötige Drive gefehlt.
Nachfolger muss „einen Gang nach oben schalten“
Umso wichtiger sei es, dass die Mobilitätswende nach Schnölls Rückzug mit noch mehr Entschlossenheit weitergeführt werde, betont Berthold. „Ein lebenswertes Salzburg braucht eine starke Stimme für Bus, Bahn und Radverkehr“, so die Grüne Landessprecherin. Wer Stefan Schnöll nachfolge, müsse beim Öffi-Ausbau einen Gang nach oben schalten.
Berthold wünscht Schnöll für seinen weiteren Weg persönlich alles Gute.
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