Grüne fordern Tourismusabgabe für Booking und Airbnb

Buchungsplattformen wie Airbnb und Booking verdienen mit Salzburger Unterkünften Millionen, zahlen aber keine Tourismusabgabe. Die Grünen wollen das ändern und bringen einen Antrag im Landtag ein.
Während lokale Reisebüros in Salzburg Tourismusabgaben entrichten müssen, bleiben internationale Buchungsplattformen von dieser Pflicht befreit. Simon Heilig-Hofbauer, Tourismussprecher der Grünen im Salzburger Landtag, kritisiert diese Ungleichbehandlung scharf. Digitalkonzerne wie Booking und Airbnb würden mit touristischen Aufenthalten Millionen verdienen, ohne einen Cent beizutragen.
Das Salzburger Tourismusgesetz verpflichtet alle Betriebe, die unmittelbar oder mittelbar am Tourismus interessiert sind, zur Abgabe. Online-Plattformen fallen jedoch durch das Raster, da sie keine physische Betriebsstätte im Bundesland haben. Nur Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Salzburg sind derzeit Pflichtmitglieder eines Tourismusverbandes.
Antrag im Ausschuss eingebracht
Die Grünen wollen diese Lücke schließen und haben in der Ausschusssitzung einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Gefordert wird die Prüfung rechtlicher Möglichkeiten, um große Buchungsplattformen bei Vermittlungen von Salzburger Beherbergungsbetrieben ebenfalls zur Kasse zu bitten.
„Ein Zwei-Klassen-System mit Beitragspflicht für heimische Betriebe, aber Freifahrt für internationale Plattformen, ist ungerecht und schadet unserer regionalen Wirtschaft“, betont Heilig-Hofbauer. Wer in Salzburg Geschäfte mache, solle sich auch an den Kosten beteiligen.
Der Landtagsabgeordnete fordert die Landesregierung auf, so rasch wie möglich eine Novelle des Tourismusgesetzes vorzulegen. Nur so könne sichergestellt werden, dass alle Profiteure des Salzburger Tourismus einen fairen Beitrag leisten.
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