Grüne fordern Trinkwasserstrategie für Salzburg

Während Tirol bereits einen Vorsorgeplan bis 2050 vorgelegt hat, wartet Salzburg noch auf seine Trinkwasserstrategie. Die Grünen im Landtag kritisieren die Verzögerung und fordern rasches Handeln angesichts anhaltender Trockenheit.
Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen im Salzburger Landtag, übt scharfe Kritik an der fehlenden Wasserstrategie des Landes. Die von Wasserlandesrat Maximilian Aigner angekündigte Planung soll erst nach dem Sommer vorgestellt werden – trotz anhaltender Trockenheit.
Bundesminister Norbert Totschnig ruft zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser auf. Tirol hat bereits eine landesweite Trinkwasservorsorge präsentiert, Salzburg lässt hingegen weiter auf sich warten.
Tirol plant langfristig – Salzburg verwaltet Status quo
Der Vorsorgeplan Tirols analysiert den Bedarf an Wasser bis 2050, zeigt regionale Schwachstellen auf und entwickelt Konzepte für Gemeinden. „Tirol plant bis 2050. Salzburg verweist darauf, dass heute noch genug Wasser vorhanden ist. Das ist der Unterschied zwischen Vorsorge und der Verwaltung des Status quo“, erklärt Berthold.
Salzburg habe bislang keine Informationen vorgelegt, wie sich der Bedarf entwickelt, wo Versorgungslücken drohen und welche Regionen zusätzliche Absicherung benötigen.
Forderung nach klaren Regeln für Trockenzeiten
„Wir müssen in Salzburg jetzt handeln und nicht erst dann, wenn Quellen versiegen und sich Wasserkonflikte verschärfen“, betont die Grünen-Klubobfrau. Die Verantwortung dürfe nicht allein bei Bürgerinnen und Bürgern, einzelnen Gemeinden und Wasserversorgern liegen.
Die Grünen verlangen die rasche Vorlage der angekündigten Strategie mit konkreten Maßnahmen. Dazu zählen klare Regeln für Trockenzeiten, der Ausbau regionaler Leitungsverbünde, verstärkter Einsatz von Brauchwasser, transparente Steuerung großer Wasserentnahmen sowie eine langfristige Bedarfs- und Vorsorgeplanung.
„Salzburg braucht keine Beruhigungssätze mehr, sondern eine Strategie. Unser Trinkwasser ist zu wertvoll, um weiter auf Sicht zu fahren“, so Berthold abschließend.
Quelle: https://salzburg.gruene.at/news/trinkwasserversorgung-fuer-salzburg-muss-endlich-gesichert-werden
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