Grüne fordern Zisternenpflicht und Regenwasserschutz

Die steirischen Grünen haben im Landtag einen Antrag für nachhaltiges Wassermanagement eingebracht. Zisternen bei Neubauten und wassersensible Raumplanung sollen Trockenheit bekämpfen – doch die Regierungsparteien lehnten ab.
Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen, bezeichnet Wasser als „Lebensmittel Nummer eins“. Angesichts häufigerer Dürreperioden und Hitzewellen werde der Umgang mit dieser Ressource zur Herausforderung. Böden würden austrocknen, die Landwirtschaft leide unter den Folgen der Erderhitzung.
Ein zentrales Problem sehen die Grünen darin, dass Regenwasser oft abgeleitet wird, statt es in der Landschaft zu halten. Niederschlag sollte als natürlicher Speicher für Trockenzeiten dienen, anstatt in Kanäle zu fließen.
Zisternen und Raumplanung als Lösungsansatz
Die Grünen brachten über Krautwaschl, Lambert Schönleitner und Veronika Nitsche einen Antrag im steirischen Landtag ein. Zwei gesetzliche Maßnahmen sollen die Steiermark widerstandsfähiger machen:
- Eine Zisternenpflicht im Baugesetz soll bei Neubauten den Einbau von Anlagen zur Nutzung und Speicherung von Regenwasser vorschreiben.
- Eine wassersensible Raumplanung im Raumordnungsgesetz soll Maßnahmen gegen Bodenversiegelung, für Versickerung von Niederschlägen und zur Sicherung von Rückhalteflächen verbindlich festlegen.
Die Initiative baut auf dem Vorschlag „Jeder Tropfen zählt“ auf, den die Grünen bereits im Juni präsentiert hatten. Dieser umfasste einen Regenwasserplan für steirische Gemeinden. Mit dem aktuellen Antrag sollten die Kernpunkte gesetzlich verankert werden.
Ablehnung trotz inhaltlicher Zustimmung
Im Landtag erhielten die Vorschläge zwar inhaltliche Zustimmung, bei der Abstimmung lehnten die Regierungsparteien den Antrag jedoch ab. Krautwaschl kritisiert ein wiederkehrendes Muster: „Man gibt uns im Grunde recht. Auf notwendige Maßnahmen und Vorschläge unsererseits wird aber nicht weiter eingegangen.“
Die Grünen wollen das Thema weiterverfolgen und in kommenden Sitzungen erneut einbringen. Jede Maßnahme – ob Zisterne am Einfamilienhaus oder entsiegelte Fläche in der Gemeinde – helfe dabei, Regenwasser bei den Menschen, den Böden und der Landwirtschaft zu halten.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/nachhaltiges-wassermanagement-landtag-steiermark
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