Grüne klingeln in Graz an Haustüren und fragen nach Sorgen

Leonore Gewessler, Sandra Krautwaschl und Judith Schwentner waren am Mittwoch in Graz unterwegs, um direkt mit Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Die Grünen wollen im Rahmen ihrer Herbstkampagne erfahren, welche Themen die Menschen im Alltag beschäftigen.
Die Grünen setzen in ihrer Herbstkampagne auf persönlichen Kontakt: Bundessprecherin Leonore Gewessler, Landessprecherin Sandra Krautwaschl und Vizebürgermeisterin Judith Schwentner besuchten am Mittwoch Haushalte in Graz. Gemeinsam mit Aktivistinnen und Aktivisten führten sie Gespräche an den Wohnungstüren, um zu erfahren, welche Anliegen die Bevölkerung hat.
Startpunkt der Aktion war das Café Kork in der Lessingstraße. Von dort aus machten sich die Politikerinnen auf den Weg in die umliegende Nachbarschaft. Graz ist eine von mehreren Stationen der österreichweiten Kampagne.
Persönlicher Austausch statt Plakate
Statt auf klassische Wahlkampfmittel zu setzen, rücken die Grünen das direkte Gespräch in den Vordergrund. Die Fragen sind konkret: Was funktioniert gut, was bereitet Probleme, was würde den Alltag erleichtern?
Leonore Gewessler betont, dass Zuhören die Basis für politisches Handeln sei. „Nur wer zuhören kann, kann gute Politik machen. Deshalb gehen wir von Tür zu Tür, führen Gespräche und hören zu, was die Menschen beschäftigt“, so die Bundessprecherin.
Viele Bürgerinnen und Bürger hätten den Eindruck, dass die Politik ihren Alltag nicht mehr wahrnehme. Gewessler erklärt, die Grünen wollten genau das ändern: „Wir kommen zu den Menschen, hören ihren Wünschen und Sorgen zu und nehmen sie mit in unsere politische Arbeit.“
Die Grünen verstehen sich als Gegenentwurf zum Regierungshandeln und zur FPÖ. Gewessler spricht von einem Einsatz für ein gerechtes und weltoffenes Österreich. Dafür brauche es keine distanzierte Politik, sondern Nähe, ehrliche Gespräche und den Mut, Zuversicht zu vermitteln.
Steiermark setzt seit Jahren auf Haustürgespräche
In der Steiermark haben Hausbesuche bei den Grünen bereits Tradition. Seit Jahren nutzt die Partei diese Form des direkten Kontakts. In den kommenden Wochen werden Aktivistinnen und Aktivisten in Graz und anderen Teilen des Bundeslandes unterwegs sein.
Für Sandra Krautwaschl sind Haustürgespräche, Sprechstunden und persönliche Begegnungen fixer Bestandteil der politischen Arbeit. „Gute Politik beginnt mit dem Zuhören“, sagt die Landessprecherin. Besonders jetzt sei das wichtig, da Entscheidungen der Regierungen bei Wohn- und Energiekosten, sozialer Sicherheit und öffentlichen Angeboten zusätzlichen Druck erzeugten. Ihr Ziel sei es, herauszufinden, wo der Schuh wirklich drücke, und daraus Politik zu machen, die das Leben leichter statt schwerer mache.
Rückmeldungen aus der Bevölkerung als Grundlage
Judith Schwentner, Grazer Grünen-Chefin und Vizebürgermeisterin, schätzt ebenfalls den direkten Austausch. Wer Verantwortung in einer Stadt trage, erfahre in Sitzungen nur einen Teil dessen, was funktioniere und was nicht. „Die direkten Gespräche zeigen oft sehr klar, was die Menschen im Alltag von uns brauchen und wo wir noch genauer hinschauen müssen“, erklärt Schwentner. Diese Rückmeldungen nehme sie sich jedes Mal mit.
Die Themen reichen von leistbarem Wohnen über sichere Wege im Grätzl bis zu Grünflächen vor der eigenen Haustür. Es sind Anliegen, die für Lebensqualität sorgen und sich am besten dort klären lassen, wo die Menschen wohnen.
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/gruene-hausbesuche-graz
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