Grüne kritisieren Änderung des Landesentwicklungsprogramms

Die Grünen werfen der Landesregierung vor, mit der Novelle des Landesentwicklungsprogramms die Bodenversiegelung zu erleichtern. Nach zwei Begutachtungsrunden innerhalb weniger Monate sollen Gewerbebauten und Handelsgroßbetriebe wieder leichter auf Grünflächen errichtet werden können.
Simon Heilig-Hofbauer, Raumordnungssprecher der Grünen, übt scharfe Kritik an der geplanten Änderung des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Das Programm legt die überörtlichen Raumordnungsziele des Landes fest. Im Februar wurde eine erste Änderung zur Begutachtung verschickt, im August folgte eine weitere Begutachtungsrunde.
Heilig-Hofbauer spricht von einem „Begutachtungschaos“ und einem „Freifahrtschein für weitere Bodenversiegelung“. Die schwarz-blaue Landesregierung erleichtere damit das Zubetonieren der Landschaft. Gewerbebauten und Handelsgroßbetriebe sollen künftig wieder einfacher auf Grünflächen gebaut werden dürfen.
Kritik an Abkehr von bodensparender Politik
Der grüne Raumordnungssprecher sieht darin einen Rückschritt gegenüber der unter grüner Regierungsbeteiligung eingeleiteten Wende zu einer naturverträglichen und bodensparenden Raumordnungspolitik. Die Landesregierung habe nichts aus dem letzten Hitzesommer gelernt.
Heilig-Hofbauer warnt vor den wirtschaftlichen Folgen: „Diese zukunftsvergessene Politik wird uns noch teuer zu stehen kommen. Denn Wirtschaft funktioniert nur in einer intakten Umwelt. Naturzerstörung weiter voranzutreiben, ist daher in Wirklichkeit ein Wirtschafts-Schädigungs-Programm“, so der Grünen-Politiker.
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