Grüne kritisieren Salzburger Energiebudget als zu niedrig

Mona HopfingerMona Hopfinger
Salzburger Energiebudget: 473 Mio. € Abfluss fossiler Brennstoffe, 4 Mio. € für Energiewende.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Salzburger Grünen werfen der schwarz-blauen Landesregierung vor, bei der Förderung des Heizkesseltauschs zu wenig zu tun. Klubobfrau Martina Berthold bemängelt, dass die Mittel auf niedrigem Niveau bleiben, während viele Haushalte unter hohen Heizkosten leiden.

Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen in Salzburg, übt scharfe Kritik am Energiebudget der Landesregierung. Bei Haustürgesprächen würden die Menschen vor allem über steigende Kosten klagen, besonders beim Heizen. Die Regierung nehme diese Sorgen nicht ernst genug und verpasse die Chance, den Umstieg von Öl und Gas zu erleichtern.

Die kürzlich vorgelegten Zahlen aus dem Energieressort bestätigen laut Berthold die grüne Kritik am Doppelbudget 2027 und 2028. Die Fördermittel für den Heizkesseltausch würden lediglich bei 4 Millionen Euro bleiben – einem Betrag, der in den vergangenen Jahren massiv gekürzt worden sei. Eine deutliche Aufstockung sei nicht vorgesehen.

60.000 Haushalte heizen noch fossil

Angesichts stark gestiegener Heizölpreise bedeute das eine erhebliche Belastung für Familien. Rund 20.000 Haushalte in Salzburg seien bereits jetzt von Energiearmut betroffen. „Öl und Gas sind eine Kostenfalle. Gerade jetzt, wo die Heizkosten viele Familien belasten, müsste die Landesregierung den Umstieg auf erneuerbare Heizungen kräftig unterstützen“, so Berthold. Wer heute seine alte Heizung ersetzen wolle, müsse tief ins Geldbörserl greifen – das könnten sich viele schlicht nicht leisten.

Nach den letzten verfügbaren Zahlen aus 2024 heizen noch etwa 60.000 Haushalte in Salzburg mit Öl oder Gas.

Dürreschäden und Klimaschutz

Das Land erhöht die Unterstützung für die Landwirtschaft nach massiven Dürreschäden. Berthold hält diese Hilfe für wichtig und richtig, vermisst aber denselben Einsatz bei der Vermeidung künftiger Klimaschäden. „Es ist kurzsichtig, Millionen für die Bewältigung der Klimaschäden bereitzustellen und gleichzeitig bei der Bekämpfung der Ursachen auf der Bremse zu stehen“, kritisiert die Klubobfrau.

Sie fordert einen konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie, der sich auch wirtschaftlich rechnen würde. Allein 2022 seien knapp 800 Millionen Euro für fossile Energieträger aus Salzburg abgeflossen, 2024 immer noch rund 473 Millionen Euro. Dieses Geld wäre besser in erneuerbare Heizungen, regionale Handwerksbetriebe und niedrigere Energiekosten investiert. Schwarz-Blau lasse die Chance liegen, Salzburg unabhängiger und das Leben der Menschen langfristig leistbarer zu machen.

Quelle: https://salzburg.gruene.at/news/ambitionsloses-energiebudget-gruene-sehen-sich-in-kritik-bestaetigt

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