Grüne kritisieren SPÖ-Chef Eder scharf nach Interview

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach einem Interview des SPÖ-Chefs Peter Eder in den Salzburger Nachrichten üben die Grünen heftige Kritik. Klubobfrau-Stellvertreter Simon Heilig-Hofbauer wirft Eder vor, nicht auf Kammer-Privilegien verzichten zu wollen und sich der FPÖ anzudienen.

Die Grünen reagieren mit scharfer Kritik auf das Sommer-Interview von SPÖ-Chef Peter Eder, das heute in den Salzburger Nachrichten erschienen ist. Simon Heilig-Hofbauer, Klubobfrau-Stellvertreter der Grünen im Landtag, wirft Eder vor, „komplett abgehoben“ zu sein.

Vorwurf: Kammer-Privilegien wichtiger als Opposition

Heilig-Hofbauer kritisiert, dass Eder sich monatelang habe bitten lassen, den Parteivorsitz zu übernehmen, nun aber nicht bereit sei, auf seine Kammer-Privilegien zu verzichten. „Ohne Luxus-Gage und Chauffeur geht es für Eder anscheinend nicht, die Oppositionsrolle ist ihm zu niedrig und offenbar auch finanziell zu schwach dotiert“, so der grüne Abgeordnete. Das sei eine „sozialdemokratische Bankrotterklärung“ und zeige ein fragwürdiges Demokratieverständnis.

Der Grün-Politiker fordert Konsequenzen: Wer bei einer Landtagswahl kandidiere, müsse auch bereit sein, ein Landtagsmandat anzunehmen. Falls Eder dies von vornherein ausschließe, solle er die Spitzenkandidatur jemand anderem überlassen. „Sonst bleiben die Wählerinnen und Wähler im Unklaren, wen sie bekommen, wenn sie Eder wählen“, argumentiert Heilig-Hofbauer.

Annäherung an FPÖ kritisiert

Zusätzlich wirft der grüne Abgeordnete Eder vor, sich der FPÖ anzudienen und den „roten Teppich“ für die Freiheitlichen auszurollen. Besonders absurd sei es, dass Eder die Kinderbetreuungspolitik der Blauen lobe, die Heilig-Hofbauer als „rückwärtsgewandt“ bezeichnet. Eder solle sich besser in die Studien seiner eigenen Kammer einlesen.

Abschließend resümiert Heilig-Hofbauer: „Posten und Macht zählen für die SPÖ unter Peter Eder offensichtlich mehr als sozialdemokratische Inhalte. Wenigstens hält man damit nicht hinterm Berg.“

Quelle: https://salzburg.gruene.at/news/eder-sommer-interview-sozialdemokratische-bankrotterklaerung

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