Grüne Schulhöfe sollen Lernen und Klima verbessern

Niederösterreich setzt auf naturnahe Gestaltung von Schulfreiräumen. Die Landesregierung will damit auf Hitzetage reagieren und gleichzeitig Bildung, Bewegung und soziale Begegnung fördern.
Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betont die wachsende Bedeutung durchdachter Schulfreiräume. Nach einem heißen Sommer sei es wichtig, auf den Wert zukunftsfähig gestalteter Außenbereiche hinzuweisen. Schulhöfe zählen zu den zentralen öffentlichen Räumen für Kinder und Jugendliche.
„Ein moderner Schulfreiraum verbindet viele Themen, die für Gemeinden heute und in Zukunft wichtig sind: Bildung, Gesundheit, Inklusion, Klimaanpassung, Bewegung, Natur und soziale Begegnung“, erklärt Teschl-Hofmeister. Gefragt seien lebendige, grüne und flexibel nutzbare Freiräume, die unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern und Lehrpersonal gerecht werden. Ein guter Schulfreiraum sei ein wichtiger Bestandteil einer kinderfreundlichen und lebenswerten Gemeinde.
Grüne Klassenzimmer für vielfältige Unterrichtsformen
Ein „Grünes Klassenzimmer“ biete Raum für Sachunterricht, Naturbeobachtung, Lesen, kreatives Arbeiten oder Gruppenarbeiten, erklärt Vesna Urlicic von den Familienland-Spielräumen. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, schattige Bereiche und kleine Lernnischen ermöglichten vielfältige Unterrichtsformen und schafften ein angenehmeres Lernklima.
Ein abwechslungsreich gestalteter Schulfreiraum schaffe Möglichkeiten für freies Spiel, Bewegung, Balancieren, Klettern, Laufen und gemeinsames Aktivsein. Als vorbildlich umgesetzt gelten etwa die Schulfreiräume der VS Persenbeug-Gottsdorf und der VS Leopoldsdorf bei Wien. Die Familienland-Spielräume sind seit über 20 Jahren für die Konzeption, Gestaltung und Begleitung zahlreicher Schulfreiräume in Niederösterreich verantwortlich.
Klimaanpassung durch Bäume und naturnahe Flächen
Gleichzeitig brauche es Orte, an denen Kinder zur Ruhe kommen können. Eine gute Gestaltung verbinde deshalb aktive Bereiche mit Rückzugs- und Erholungsräumen. Versiegelte oder nicht beschattete Flächen heizen sich im Sommer stark auf und können an heißen Tagen kaum genutzt werden.
Ein klimafit gestalteter Schulfreiraum setze deshalb auf viele Bäume, Sträucher, Stauden, naturnahe Flächen und möglichst wenig versiegelte Bereiche, heißt es von den Familienland-Spielräumen.
Beratungsprogramm für Gemeinden
Im Rahmen des Beratungsprogramms „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“ entwickelt die Familienland Niederösterreich GmbH gemeinsam mit Schulerhaltern und Gemeinden bedürfnisgerechte, naturnahe Spielplätze und Schulfreiräume. Die aktive Mitbeteiligung und Einbeziehung aller Interessengruppen stehen dabei im Vordergrund.
Informationen zum Beratungsprogramm sowie zu den Projekten der Familienland-Spielräume befinden sich auf www.familienland.at.
Quelle: OTS
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