Grüne sehen Flughafen-Zukunft weiter ungeklärt

Der Landesrechnungshof hat einen Folgebericht zum Linzer Flughafen vorgelegt. Grünen-Klubobmann Severin Mayr vermisst darin konkrete Antworten zu Kosten, Investitionen und langfristiger Strategie.
Trotz des aktuellen Folgeberichts des Landesrechnungshofs bleiben zentrale Fragen zum Linzer Airport unbeantwortet. Das kritisiert der Grüne Klubobmann Severin Mayr. Die Reaktion von Landesrat Achleitner auf die milden Formulierungen des Rechnungshofs sei zwar rasch erfolgt, doch inhaltlich fehle es an Substanz.
„Der Folgebericht zeigt lediglich, dass die Zukunft des Linzer Flughafens zumindest mal auf die Startbahn geschoben worden ist“, so Mayr. Von einem erfolgreichen Betrieb sei der Flughafen noch weit entfernt. Weder die Gesamtstrategie noch die zu erwartenden Kosten für Steuerzahler seien bekannt.
Keine Antworten zu Wirtschaftlichkeit und Sanierungsbedarf
Unklar bleibt laut Mayr, wann der Airport wieder operativ positiv wirtschaften soll. „Arbeitsgruppen, Analysen und Strategieprozesse interessieren die Leute weniger als die Antworten auf diese Fragen“, betont der Klubobmann.
Eine langfristige strategische Ausrichtung, die den mehrjährigen Finanzbedarf berücksichtigt, fehle ebenso wie ein Plan zur Rückkehr in die Gewinnzone.
Finanzielle Risiken könnten 100 Millionen Euro übersteigen
Das finanzielle Risiko sei enorm, warnt Mayr. Bisherige Zuschüsse, Grundstücksgeschäfte, zusätzlicher Kapitalbedarf, die Frankfurt-Verbindung und weitere offene Kosten könnten zusammengerechnet die 100-Millionen-Euro-Grenze durchaus überschreiten.
Das Land übernehme den Flughafen und die Gesamtverantwortung, ohne eine Gesamtrechnung zu haben. Private Investoren sollen bis zu 49 Prozent übernehmen. Wer einsteigt, welchen finanziellen Beitrag dieser Partner leistet und welche Risiken beim Land bleiben, sei völlig offen.
„Laufende Prozesse ersetzen keine Antworten. Landtag und Bevölkerung müssen endlich wissen, wohin die Reise geht und was sie kostet“, fordert Mayr.
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