Grüne setzen auf Klimaschutz und Umweltthemen

Pia ProdingerPia Prodinger
Umweltzeichen mit grünen Blättern und Erde auf einem hellgrünen T-Shirt
© Artem Podrez / Pexels (Symbolbild)

Die burgenländischen Grünen wollen im Herbst Umwelt- und Klimaschutzthemen in den Mittelpunkt rücken. Für die kommende Landtagssitzung sind entsprechende Anträge geplant, so der ORF.

Die Grünen im Burgenland konzentrieren sich in den kommenden Monaten auf Klimaschutz und Umweltfragen. Wie Klubobfrau Margit Paul-Kientzl und Landtagsabgeordneter Philip Juranich am Mittwoch erklärten, habe die Sommertour gezeigt, dass diese Themen zusammen mit den gestiegenen Energiekosten sowohl die Bevölkerung als auch Unternehmen stark beschäftigen. Für die erste Sitzung des Landtags nach der Sommerpause in der kommenden Woche kündigten sie Anträge zu diesen Themen an.

„Die Klimakrise ist kein abstraktes Umweltproblem mehr, sondern wirtschaftliche Realität“, sagte Paul-Kientzl bei einer Pressekonferenz. Die Krise betreffe Landwirtschaft, Gemeinden, Betriebe und Familien. Wer die Klimakrise ignoriere, befeuere die Teuerung zusätzlich. Investitionen in Klimaschutz hingegen sorgten für künftigen Wohlstand, betonte die Klubobfrau.

Arbeitsgruppen konkretisieren Maßnahmen

Ein zentrales Vorhaben im Herbst ist die Ausarbeitung einer Klimastrategie. Derzeit arbeiten acht Arbeitsgruppen an der Konkretisierung von Maßnahmen, erläuterte Juranich. Ab Oktober sollen zusätzlich Workshops an Schulen durchgeführt werden. Die fertige Strategie soll Anfang 2027 präsentiert werden.

Per Antrag fordern die Grünen einen österreichweiten Dürremanagementplan. Dieser soll ein flächendeckendes Monitoring, Schwellenwerte für Wasserknappheit sowie ein Frühwarnsystem bei den Grundwasserpegeln umfassen.

UVP-Pflicht für große Rechenzentren gefordert

Die Grünen sprechen sich zudem für eine UVP-Pflicht (Umweltverträglichkeitsprüfung) für große Rechenzentren aus. Hier bestehe noch eine Lücke im Gesetz. Bei derart großen Projekten seien umfassende Informationen über die Auswirkungen auf Natur und Umwelt erforderlich. Eine UVP sei die beste Methode, um dies abzuklären, so Paul-Kientzl.

Zum geplanten Rechenzentrum in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) erklärte sie, dass Rechenzentren grundsätzlich notwendig seien. Die Eignung eines Standorts müsse jedoch geprüft werden.

Am Samstag feiern die Grünen Burgenland ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltung in Neutal (Bezirk Oberpullendorf). Vor der Feier geben Bundessprecherin Leonore Gewessler, Landessprecherin und LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner sowie Paul-Kientzl eine Pressekonferenz.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3371396/

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