Grundwasser im Bezirk Feldkirch auf Rekordtief

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Bezirk Feldkirch ist das Grundwasser auf historische Tiefststände gesunken. An zwei Messstellen wurden die niedrigsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen registriert, so der ORF.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Daten des Landwirtschaftsministeriums analysiert. Dabei zeigten sich an den Messstellen Altenstadt und Nofels in Feldkirch absolute Tiefststände. An weiteren 17 Messstellen österreichweit lag das Grundwasser Mitte Oktober ebenfalls so tief wie nie zuvor.

Elf Messstellen mit Rekordtiefständen

Die Grundwasserkarte des Landes Vorarlberg wies am Freitagnachmittag zwischen Tisis und Koblach elf rot markierte Messstellen aus. Diese Kennzeichnung bedeutet, dass die Pegel noch nie auf einem so niedrigen Niveau waren. In Feldkirch-Altenstadt lag das Grundwasser zuletzt 2,20 Meter unter dem Mittelwert der Messstelle. Auch in Götzis wurde Anfang Oktober ein negativer Rekordwert verzeichnet.

Die Auswertungen von Greenpeace und dem Land erfassen unterschiedlich viele Standorte. Greenpeace stützt sich auf 25 Stationen aus dem Datenangebot des Bundes. Der Hydrographische Dienst des Landes überwacht insgesamt 346 Grundwasserpegel in Vorarlberg, bei rund 100 davon erfolgt die Datenübertragung automatisch. Daher weichen die Zahlen der Messstellen mit Tiefstständen zwischen den beiden Quellen voneinander ab.

Forderung nach Abgabe für Industriebetriebe

Greenpeace verlangt angesichts der niedrigen Grundwasserstände eine vollständige Erfassung der Wasserentnahme durch Industriebetriebe. Das geplante Wasserentnahmeregister soll nach Vorstellung der Organisation bereits 2029 statt erst 2032 vollständig in Betrieb gehen. Zusätzlich fordert Greenpeace eine Abgabe von zehn Cent pro Kubikmeter Grundwasser für industrielle Großverbraucher. Mit den Einnahmen soll die Trinkwasserversorgung besser gegen Dürren abgesichert werden.

Quelle: https://vorarlberg.orf.at/stories/3375606/

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