Hälfte aller Radunfälle passiert ohne Fremdeinwirkung

In Österreich gehen fast die Hälfte aller Radunfälle auf Stürze ohne Fremdbeteiligung zurück. Im Vorjahr waren es bundesweit 48,3 Prozent, in Salzburg sogar 50,9 Prozent, so der ORF.
Die Statistik für das Vorjahr zeigt: 48,3 Prozent der Unfälle mit Radfahrenden in Österreich waren Alleinunfälle – also Stürze ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. In Salzburg lag dieser Wert mit 50,9 Prozent noch höher. E-Bikes, Mountainbikes, Lastenräder und E-Scooter tragen zu diesem Unfallrisiko bei.
Christina Holzer-Weiß vom ÖAMTC bezeichnet die Entwicklung als besorgniserregend. Der Anstieg der Alleinunfälle in den vergangenen Jahren sei die erschreckendste Tendenz beim Radfahren. Bei diesen Unfällen gebe es keinen Unfallgegner, die Radfahrenden stürzen oder prallen gegen etwas und verletzen sich dabei schwer.
Vertrautheit mit dem Fahrzeug entscheidend
Zu Stürzen kommt es etwa an Gehsteigkanten, beim Abbiegen, an Kreuzungen, beim Bremsen oder Ausweichen sowie bei Bergabfahrten. Hans Wolfgruber von der Salzburger Landespolizeidirektion empfiehlt, sich nach dem Kauf mit den technischen Eigenschaften und dem Fahrverhalten des Fahrzeugs vertraut zu machen. Dies minimiere das Unfallrisiko.
Autofahrerclubs bieten Tipps und Kurse an. Spezielle Trainings werden vom Land gefördert und von Gemeinden organisiert.
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