Haftstrafen nach Raub durch polnische Hooligans bei Graz

Nach einem Überfall von rund 40 polnischen Fußballrowdys auf zwei Kroaten an einer Autobahnraststätte bei Graz im November 2025 wurden 24 Personen festgenommen. Mehrere Täter sind bereits verurteilt.
Die Landespolizeidirektion Steiermark hat am Montag mitgeteilt, dass rund 40 Tatverdächtige nach einem Raubüberfall auf einer Autobahnraststätte bei Graz identifiziert wurden. 24 Personen wurden festgenommen, einige davon sind bereits nach Österreich ausgeliefert worden. Am Landesgericht wurden bereits mehrjährige Haftstrafen verhängt.
Überfall auf der Heimfahrt von Fußballmatch
Die Mitglieder einer radikalen Anhängergruppierung aus Polen hatten in der Nacht auf den 7. November auf der Heimfahrt von einem Fußballspiel in Slowenien einen Pkw mit kroatischen Insassen auf der Autobahnraststätte gestoppt. Zwei Personen wurden dabei verletzt und ausgeraubt.
Die Täter ergriffen anschließend in mehreren Fahrzeugen auf der A2 in Richtung Wien die Flucht. Bei Arnwiesen in der Oststeiermark konnten mehrere Polizeistreifen die Gruppe stoppen und festnehmen. 20 Personen wurden damals in das Polizeianhaltezentrum Graz gebracht.
Weitere Verdächtige in Polen ausgeforscht
Ermittler des steirischen Landeskriminalamtes konnten in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Graz, den Polizeibehörden in Warschau und dem österreichischen Verbindungsbeamten in Polen weitere 20 Tatverdächtige ausforschen.
Für vier der ausgeforschten Männer wurden nationale Festnahmeanordnungen sowie europäische Haftbefehle erlassen. Die polnische Polizei nahm die Verdächtigen am 8. und 11. Juli dieses Jahres fest. Mittlerweile sind alle vier Tatverdächtigen nach Österreich ausgeliefert worden, die letzte Überstellung erfolgte am 3. September.
Quelle: APA
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