Haller nach elfter Tour de France: „Ich kämpfe weiter“

Pia ProdingerPia Prodinger
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Der Kärntner Radprofi Marco Haller hat seine elfte Tour de France absolviert. Die 19. Etappe brachte dem 35-Jährigen aus Völkermarkt einen Sturz gegen einen Betonpfeiler, den er aber glimpflich überstand, so der ORF.

Der Radprofi Marco Haller aus Völkermarkt blickt auf seine elfte Tour de France-Teilnahme zurück. Nur Bernhard Eisel war unter den österreichischen Fahrern häufiger bei der größten Rundfahrt der Welt am Start. Die diesjährige Ausgabe wird Haller vor allem wegen eines gefährlichen Zwischenfalls in Erinnerung bleiben.

Sturz gegen Betonpfeiler auf 19. Etappe

Auf der 19. Etappe stürzte der 35-Jährige schwer und prallte gegen einen Betonpfeiler. Trotzdem konnte er das Rennen aus eigener Kraft fortsetzen. „Ich habe mich mit meinem Vorderrad am Hinterrad vom Kollegen vorne aufgehängt, wie man so schön im Fachjargon sagt, und dann war ich nur noch Passagier“, erklärte Haller den Hergang.

Er sei in einen der Betonpfeiler gefahren, die die Straße in diesem Bereich schmäler machten. Glücklicherweise seien diese mit Matten gut geschützt gewesen, sonst hätte der Sturz deutlich schlimmer ausgehen können, so der Radprofi.

Leidenschaft trotz harter Bedingungen

Nach drei intensiven Wochen in Frankreich ist Haller mittlerweile wieder in seiner neuen Heimat Völkermarkt. An ein Karriereende denkt er nicht. Der Radsport sei für ihn weiterhin Leidenschaft und Beruf zugleich. „Ohne Leidenschaft und Emotionen geht sicher gar nichts, weil es ist schon ein sehr harter und ein sehr fordernder Job“, betonte der Kärntner.

Er merke allerdings, dass die meisten Jahre hinter ihm lägen. Das Training werde immer schwerer, aber er kämpfe weiter, sagte Haller.

Rolle als erfahrener Helfer

Im Tudor Pro Cycling Team hat der Routinier mittlerweile eine wichtige Funktion als erfahrener Helfer inne. Er bringt seine Kapitäne in die richtige Position, unterstützt die Mannschaft und gibt seine Erfahrung aus mehr als einem Jahrzehnt im Profiradsport weiter.

Das große Rampenlicht sei jenen vorbehalten, die als Erste die Ziellinie überqueren, Rennen gewinnen und Weltmeister werden. Zu dieser Gruppe gehöre er nicht, so Haller. Es sei für ihn aber von Anfang an wichtig gewesen, seine Rolle und Nische im Sport zu finden, um sich möglichst lange auf höchstem Niveau zu halten. Er habe vieles richtig gemacht und bereue nichts.

Klassiker und Tour als Traumziele

Trotz seiner langen Karriere hat der 35-Jährige noch klare Ziele. Die großen Rennen, die ihm extrem wichtig geworden seien, seien die Klassiker. Paris–Roubaix stehe dabei an erster Stelle. Das sei ein Rennen, wo er gerne noch einmal versuchen würde, vorne reinzufahren, wenn es irgendwie gehe.

Die Tour de France bleibe aber die Tour de France. Radsport werde nicht größer, das wäre wahrscheinlich das Traumszenario, so Haller. Ob noch eine weitere Teilnahme an der Tour de France folgen wird, sei offen. Fix sei aber, dass Marco Haller dem Radsport auch in Zukunft verbunden bleiben möchte, in welcher Rolle auch immer.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365579/

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