Halloween-Deko kann im Restmüll Brände auslösen

Leuchtende Kürbisse und blinkende Kostüme gehören zu Halloween dazu. Doch die darin enthaltenen Batterien und Akkus dürfen keinesfalls im Restmüll entsorgt werden – Brandgefahr droht.
Vor der Haustür strahlt ein kleiner Geist, hinter Fenstern funkeln Lichter und an den Kostümen der Kinder sorgen bunte LEDs für zusätzliche Effekte. Gerade rund um Halloween verstecken sich Batterien und Akkus an den unterschiedlichsten Stellen, etwa in leuchtenden Haarreifen, blinkenden Ansteckern, elektrischen Teelichtern, kleinen Laternen, sprechenden Figuren oder dekorativen Leuchtelementen.
Nach den Feierlichkeiten landen viele dieser Gegenstände rasch in einer Kiste oder werden entsorgt. Dabei ist besondere Vorsicht gefragt. Denn hinter vielen leuchtenden oder blinkenden Dekorationen steckt eine Batterie, die keinesfalls im Restmüll landen darf.
Vor dem Wegwerfen genau kontrollieren
Bei allen Gegenständen, die leuchten, blinken, Geräusche von sich geben oder sich bewegen, lohnt sich ein genauer Blick. Bevor defekte Halloween-Dekoration entsorgt wird, sollte überprüft werden, ob Batterien, Akkus, Kabel oder elektronische Bauteile enthalten sind. In diesem Fall handelt es sich nicht um gewöhnlichen Restmüll.
Lose Batterien und Akkus sind über Batteriesammelboxen im Handel oder bei kommunalen Sammelstellen zu entsorgen. Lassen sich Batterien problemlos aus einem Gerät entfernen, sollten sie vor der Entsorgung herausgenommen und getrennt gesammelt werden.
Anders verhält es sich bei LED-Kerzen, blinkender Dekoration, elektronischem Spielzeug oder anderen Produkten mit fest verbautem Akku. Diese zählen zu den Elektroaltgeräten und müssen vollständig bei einer Sammelstelle abgegeben werden. Weder der Restmüll noch der Gelbe Sack beziehungsweise die gelbe Tonne sind dafür geeignet.
Lithium-Akkus können Brände verursachen
Besonders Lithium-Batterien und Akkus speichern auf engem Raum große Energiemengen. Werden sie während des Transports oder in Sortieranlagen beschädigt, gequetscht oder kurzgeschlossen, besteht die Gefahr einer starken Erhitzung bis hin zu einem Brand.
Darüber hinaus enthalten Batterien und Akkus wertvolle Rohstoffe. Je nach Batterietyp können beispielsweise Lithium, Nickel, Kobalt, Kupfer, Aluminium, Eisen oder Zink zurückgewonnen und wiederverwendet werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Batterien und Elektroaltgeräte getrennt gesammelt werden.
Wer eine kleine Batterie fachgerecht entsorgt, trägt somit gleich doppelt zum Umweltschutz bei: Er reduziert das Brandrisiko und ermöglicht die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe.
Appell an die Bevölkerung
Die zuständigen Entsorgungsreferenten richten daher einen klaren Appell an die Bevölkerung: „Unsere einfache Bitte zu Halloween lautet: Sehen Sie Gegenstände, die blinken, leuchten, piepsen oder elektrisch betrieben werden, vor der Entsorgung noch einmal genau an. Häufig verbirgt sich darin eine Batterie oder ein Akku. Diese kleinen Energieträger können im Restmüll erhebliche Schäden verursachen. Durch die korrekte Entsorgung schützen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Entsorgungsanlagen sowie wertvolle Rohstoffe.“
Worüber spricht Maria Saal?
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