Hanke zeichnet Vorbildprojekte für Rad- und Fußverkehr aus

Mobilitätsminister Peter Hanke hat im Rahmen des Rad- und Fußverkehrsgipfels in Eisenstadt 24 klimaaktiv mobil Partner für ihre innovativen Projekte zur Förderung aktiver Mobilität ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand von 9. bis 11. September 2026 statt.
Im Rahmen des 17. Österreichischen Radgipfels und des 2. Österreichischen Fußverkehrsgipfels wurden in Eisenstadt vorbildhafte Projekte für Rad- und Fußverkehr prämiert. Mobilitätsminister Peter Hanke überreichte gemeinsam mit Thomas Steiner (Vizepräsident Österreichischer Städtebund), Erich Trummer (Vizepräsident Österreichischer Gemeindebund) und Stefan Ebner (Geschäftsführer-Stellvertreter Sparte Transport und Verkehr Wirtschaftskammer Österreich) die Urkunden an 24 von rund 100 klimaaktiv mobil Partnern.
Die ausgezeichneten Städte, Gemeinden, Organisationen und Unternehmen haben durch ihre Maßnahmen mehr aktive und sichere Mobilität ermöglicht. Laut Hanke seien gute Bedingungen für Radfahren und Zu-Fuß-Gehen essenziell für lebenswerte Städte und Gemeinden. Die prämierten Partner würden eindrucksvoll zeigen, wie Investitionen in aktive Mobilität zur Stärkung der Multimodalität, der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität beitragen.
Projekte von Radnetzen bis Jobrad-Angeboten
Die prämierten Projekte umfassen sichere Fußwege, neue Radverbindungen, den Ausbau von Radnetzen und Brücken sowie neu gestaltete Ortszentren. Unternehmen und Organisationen setzen mit E-Bikes, E-Transporträdern, Jobrad-Angeboten und Maßnahmen zur Mitarbeitermobilität Akzente für klimafreundliche Mobilität im Arbeitsalltag.
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Vizepräsident des Österreichischen Städtebundes, betonte, dass die vielen erfolgreichen Vorbildprojekte unterstreichen, wie positiv sich der Fuß- und Radverkehr in Österreich entwickelt. Die aktive Mobilität spiele eine zentrale Rolle für die Mobilitätswende in den Städten.
Burgenland erhält Sonderpreis
Das Burgenland erhielt den Sonderpreis „Pionier im Fußverkehr“ für den Masterplan „Burgenland zu Fuß“ und dessen Umsetzung. Mit Schulstraßen, sicheren Schulumfeldern, Fußverkehrskonzepten, Beratungsangeboten und Bewusstseinskampagnen setzt das Land wichtige Impulse. Als Partner der Initiative Österreich zu Fuß trägt das Bundesland dazu bei, das Zu-Fuß-Gehen im Alltag stärker zu verankern.
Die Stadtgemeinde Judenburg wurde für Umsetzungen im Rahmen des regionalen Radnetzausbauprogramms (Geh- und Radweg Burggasse) sowie für Maßnahmen aus dem örtlichen Fußverkehrskonzept (Querungshilfen, Wohnstraßen und Fußgängerzone im Bereich des Schulzentrums Lindfeld) prämiert.
Gemeindebund-Vizepräsident und Neutaler Bürgermeister Erich Trummer bekräftigte, dass immer mehr Gemeinden die Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr verbessern wollen. Gerade bei knappen Gemeindekassen sei die Unterstützung von Bund und Ländern essenziell. Maßnahmen für aktive Mobilität seien hoch kosteneffizient – jeder investierte Euro bringe einen vielfachen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Ziel: Ein Drittel der Wege aktiv mobil
Stefan Ebner von der Wirtschaftskammer Österreich bezeichnete Radfahren als großartige Möglichkeit, Bewegung in den Alltag einzubauen. Die Radverkehrswirtschaft sichere bereits jetzt 46.000 Arbeitsplätze in Österreich.
Österreich strebt an, den Fußverkehrsanteil auf 20 Prozent und den Radverkehrsanteil auf 14 Prozent zu erhöhen – ein Drittel aller Wege soll künftig aktiv mobil zurückgelegt werden. In Wien liegt der Modal Split fürs Gehen bereits bei 30 Prozent, in Vorarlberg werden schon 22 Prozent der Wege per Rad zurückgelegt. Weitere Zahlen liefert der neu veröffentlichte Report Aktive Mobilität 2026.
Die dreitägige Fachkonferenz könnte über 550 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie internationale Expertinnen und Experten versammeln. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, erfolgreiche Praxisbeispiele sowie die Frage, wie Fuß- und Radverkehr gemeinsam mit dem öffentlichen Verkehr eine starke Basis für zukunftsfähige, multimodale Mobilität bilden können.
Quelle: OTS
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