Hartberg-Spieler unzufrieden mit Arbeitsumfeld

Die Spielervereinigung VdF hat die Bundesligisten nach ihrem Arbeitsumfeld bewertet. Dabei schnitt der TSV Hartberg mit nur 60,8 von 100 Punkten am schlechtesten ab, so der ORF.
Die Spielervereinigung VdF hat eine Erhebung zum Arbeitsumfeld in der Bundesliga durchgeführt. Die Profis bewerteten dabei anonym und freiwillig zehn verschiedene Kategorien, für die jeweils maximal zehn Punkte vergeben werden konnten. Abgefragt wurden unter anderem die pünktliche Auszahlung der Gehälter, die Einhaltung von Verträgen, die Organisation von Auswärtsfahrten sowie die medizinische Versorgung.
Weitere Kriterien waren die Qualität der Ausrüstung, die Unterstützung bei Social Media und Öffentlichkeitsarbeit, der Informationsfluss zwischen sportlicher Führung und Team sowie die Trainingsbedingungen und die Infrastruktur inklusive Kabine und Trainingsgelände.
TSV Hartberg auf letztem Platz
Die Kicker des TSV Hartberg zeigten sich im Vergleich aller Bundesligaklubs am wenigsten zufrieden. Der oststeirische Verein erreichte lediglich 60,8 von 100 Punkten. Während die Gehaltszahlungen mit 9,5 von zehn Punkten sehr gut bewertet wurden, gab es deutliche Kritik an der Ausrüstung (4,2 Punkte), der Infrastruktur (3,5 Punkte) und der Unterstützung bei Social Media und Öffentlichkeitsarbeit (3,7 Punkte).
Sturm Graz nur auf Platz zehn
Der Vizemeister Sturm Graz landete in der Bewertung auf dem zehnten Rang und kam auf 74 Punkte. Positiv bewerteten die Spieler die pünktliche Gehaltszahlung und die Organisation der Auswärtsreisen (jeweils 8,5 Punkte). Verbesserungspotenzial sahen sie bei der Infrastruktur (sechs Punkte) und beim Informationsfluss zwischen sportlicher Leitung und Mannschaft (6,5 Punkte).
GAK im vorderen Mittelfeld
Deutlich besser schnitt der GAK ab, der mit 79 Punkten den fünften Platz unter den Bundesligavereinen belegte. Die pünktliche Gehaltszahlung wurde mit 9,7 von zehn Punkten bewertet – nur der FC Red Bull Salzburg und die WSG Tirol erreichten einen ebenso hohen Wert. Auch die Vertragstreue erhielt mit neun Punkten eine sehr gute Note. Bei der Öffentlichkeitsarbeit sehen die Spieler noch Verbesserungsbedarf (6,8 Punkte).
Die Gesamtwertung führt der FC Red Bull Salzburg mit 96,7 Punkten an, gefolgt von Absteiger FC Blau-Weiß Linz (89 Punkte) und dem LASK (81,2 Punkte). Allerdings nahm in Salzburg nicht der komplette Kader an der Befragung teil.
Steirische Zweitligisten ebenfalls schwach
Auch in der 2. Liga schnitten die steirischen Klubs unterdurchschnittlich ab: SK Sturm II wurde nur 13. (55,7 Punkte), der Kapfenberger SV 1919 erreichte Platz elf (61,6 Punkte). Spitzenreiter in der zweiten Liga war der FC Liefering, der Kooperationsverein des FC Red Bull Salzburg.
Die Spielervereinigung VdF hat auch den heimischen Frauenfußball untersucht. Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, da drei Vereine ihre Teilnahme noch nicht abgeschlossen haben und die Meisterschaft später beginnt.
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