Haus der Volksgruppen in Oberwart eröffnet

In Oberwart ist das Haus der Volksgruppen eröffnet worden. Die neue Einrichtung soll Vertreter der burgenlandkroatischen, ungarischen und Roma-Volksgruppe zusammenbringen und die Mehrsprachigkeit im Burgenland stärken.
Das Haus der Volksgruppen in Oberwart wurde am Europäischen Tag der Sprachen eröffnet. Die Einrichtung bietet den Vertretern der burgenlandkroatischen, ungarischen und Roma-Volksgruppe einen gemeinsamen Standort für ihre Arbeit.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bezeichnete das Haus als wichtiges Signal für die Zukunft der Vielfalt im Burgenland. Die Vertreter der Volksgruppen könnten hier ihre Arbeit bündeln, voneinander lernen und gemeinsam neue Projekte entwickeln. Diese Zusammenarbeit mache die Volksgruppen sichtbarer und stärke jede einzelne von ihnen.
Mehrsprachigkeit an junge Generation weitergeben
Der Volksgruppensprecher Philip Juranich betonte anlässlich der Eröffnung die Bedeutung der Mehrsprachigkeit. Die Sprachen der Volksgruppen müssten in den Alltag integriert werden und an die nächste Generation weitergegeben werden. Das Haus solle neue Impulse schaffen, damit junge Menschen erleben, dass die sprachliche Vielfalt nicht nur Teil der Geschichte, sondern auch der Zukunft sei.
Verfassungsrechtliche Absicherung heuer beschlossen
Die Eröffnung fällt in ein besonderes Jahr: 2026 wurden alle sechs autochthonen Volksgruppen Österreichs verfassungsrechtlich abgesichert. Dies geschah 50 Jahre nach dem Beschluss des Volksgruppengesetzes.
Das Haus der Volksgruppen soll laut den Grünen Möglichkeiten für Bildungsarbeit, kulturelle Initiativen und den Austausch zwischen den Generationen bieten. Volksgruppensprachen und -kulturen sollen im täglichen Leben sichtbar und hörbar bleiben.
Quelle: https://burgenland.gruene.at/news/volksgruppensprachen-gehoren-mitten-ins-leben
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