HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit vier Vorträgen in Potsdam

Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein war bei der 17. BTU-Tagung in Potsdam stark vertreten. Vier wissenschaftliche Vorträge zu Emissionen, Tierwohl und klimafitten Stallkonzepten zeigten die Forschungsarbeit der österreichischen Einrichtung.
Von 15. bis 17. September 2026 fand am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam die 17. BTU-Tagung statt. Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit ihrem Institut für Tier, Technik und Umwelt sowie Raumberg-Gumpenstein Research & Development präsentierte sich mit vier Fachbeiträgen.
Die BTU-Tagung – Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung – zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Fachtreffen im deutschsprachigen Raum für Nutztierhaltung. Sie wird alle zwei Jahre veranstaltet und von mehreren Organisationen gemeinsam ausgerichtet: dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der VDI-Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik (VDI-MEG) und der Europäischen Gesellschaft landwirtschaftlicher Ingenieure (EurAgE).
Forschung zu Emissionen und Tierwohl
Michael Kropsch stellte ein Sensorsystem vor, das Geruchsemissionen aus der Schweinehaltung ermittelt. Zudem präsentierte er Forschungsergebnisse zu mikrobiellen Kontaminationen in Tränkewassersystemen. Dr. Birgit Heidinger berichtete über vergleichende Untersuchungen zu Schad- und Klimagasen sowie Geruch in drei verschiedenen Schweinemastabteilen mit Flüssig- und Trockenfütterung.
Roland Gutwenger präsentierte das Projekt „Emissionsarmer und klimafitter Milchviehstall 2050“. Dieser Ansatz verbindet Emissionsminderung, Tierwohl und Klimaanpassung miteinander.
Lob für praxisnahe Forschung
Prof. Dr. Thomas Amon betonte die Bedeutung der praxisnahen Forschungsaktivitäten an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und bedankte sich für die wertvollen Beiträge. Der fachliche Austausch zwischen den Vorträgen und beim gemeinsamen Abendessen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum bereicherte die Tagung.
Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Forschungseinrichtungen des ATB Potsdam. Besonders beeindruckend war der europaweit einzigartige Windkanal, in dem die Emissionsausbreitung in frei belüfteten Ställen untersucht wird. Weitere Stationen befassten sich mit Sensorik zur Verbesserung des Tierwohls und zur Früherkennung von Erkrankungen bei Rindern, mit der Verwertung organischer Reststoffe aus der Biogaserzeugung sowie mit digitalen Zwillingen zur Optimierung der Lagerung von Äpfeln.
Quelle: https://raumberg-gumpenstein.at/forschung/aktuelles/starke-praesenz-bei-der-17-btu-tagung.html
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