Heidenbauer-Pleite: 65 Fachkräfte stark gefragt

Nach der gescheiterten Sanierung der Heidenbauer-Gruppe stehen 100 Mitarbeiter vor dem Jobverlust. Für 65 von ihnen gibt es jedoch gute Aussichten, da sie als Fachkräfte im metallverarbeitenden Bereich derzeit stark gefragt sind, so der ORF.
Von den 100 Beschäftigten der insolventen Heidenbauer-Gruppe sind 65 Facharbeiter und Facharbeiterinnen, die überwiegend im metallverarbeitenden Bereich tätig sind. Ihre Chancen am obersteirischen Arbeitsmarkt stehen gut, da genau diese Qualifikationen derzeit stark nachgefragt werden.
AMS-Chef Karl Heinz Snobe sieht durchaus Bedarf an Fachkräften in der Region: „Tatsächlich haben wir durchaus Bedarf an Fachkräften. Gerade in der Obersteiermark ist es so, dass wir beispielsweise konkret im Bezirk Bruck sogar rückläufige Arbeitslosigkeit haben – als eine der wenigen Regionen in der Steiermark.“ Die Obersteiermark entwickle sich seit mehreren Monaten positiv, der Arbeitskräftebedarf bestehe auch über Bruck hinaus.
Produzierende Betriebe und Überalterung
Gut laufende produzierende Unternehmen wie die AT&S in Leoben tragen zur positiven Entwicklung bei. Zudem macht sich in der Obersteiermark die Überalterung besonders bemerkbar, weshalb viele Betriebe neue Mitarbeiter suchen. Die Zahl der offenen Stellen steigt wieder: Aktuell gibt es 11.000 offene Stellen, ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Die Trendwende sei bereits passiert, so Snobe.
Für die betroffenen Beschäftigten der Heidenbauer-Gruppe plant das AMS Informationsveranstaltungen im Betrieb. Diese sollen eine erste Orientierung bieten, damit die Menschen wissen, was auf sie zukommt. Allerdings müssen Unternehmensleitung und Betriebsrat dem noch zustimmen.
SPÖ kritisiert Landesregierung
SPÖ-Chef Max Lercher bezeichnet die 100 verlorenen Arbeitsplätze als „alarmierendes Signal“. Von der blau-schwarzen Landesregierung komme nichts. „Wenn man wollte, könnte man aktiv handeln und unterstützen. Das jetzige Wegducken beweist jedoch eindeutig: Es fehlt am Willen der blau-schwarzen Landesregierung, endlich eine echte Standortpolitik für die Steiermark zu machen“, so Lercher.
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