Heiligenkreuz wählt Administrator für drei Jahre

Mathias FischerMathias Fischer
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Das Zisterzienserstift Heiligenkreuz bestimmt ab Montag einen neuen Administrator. Abt Maximilian Heim tritt nach 16 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück. 84 Mönche sind wahlberechtigt, so der ORF.

Das Stift Heiligenkreuz wählt ab Montag eine neue Leitung. Der Konvent bestimmt einen Administrator, der die Gemeinschaft für die kommenden drei Jahre führen soll. 84 Mönche sind bei der Wahl stimmberechtigt. Der Wahlvorgang wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Abt Maximilian Heim legt sein Amt nach zwei Amtsperioden und 16 Jahren an der Spitze des Zisterzienserstiftes nieder. Als Grund nannte er gesundheitliche Motive und den Wunsch, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben.

Vatikan ordnete Visitation an

Die vergangenen beiden Jahre waren von Unruhe geprägt. Anonyme Briefe mit Anschuldigungen gegen einen Pater und Kritik am Leitungsstil des Stiftes lösten Turbulenzen aus. Wegen anonymer Drohungen gegen das Stift ermittelte das Landeskriminalamt.

Der Vatikan ordnete daraufhin im Juni eine apostolische Visitation an, die im April dieses Jahres abgeschlossen wurde. Die Vorwürfe hätten sich inoffiziellen Angaben zufolge nicht bestätigt. Das Stift erhielt vom Vatikan mehrere Anweisungen, darunter eine Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung.

Nur Administrator statt Abt

Die Wahl eines Administrators anstelle eines Abtes wurde vom Vatikan vorgegeben. Begründet wird dies damit, dass mehr als ein Drittel der wahlberechtigten Mönche noch nie an einer Abtwahl teilgenommen haben.

Das Stift Heiligenkreuz zählt aktuell 101 Mönche und ist damit die größte Mönchsgemeinschaft in Westeuropa. An der päpstlichen Hochschule des Stiftes studieren mehr als 350 Studentinnen und Studenten katholische Theologie.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3370692/

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