Heinz Schierhuber mit 68 Jahren verstorben

Mathias FischerMathias Fischer
Josef Pröll mit Brille und Anzug lächelt in die Kamera vor orangefarbenem Hintergrund.
© Maria Hödl

Der langjährige Unternehmer und Fachgruppenobmann Heinz Schierhuber ist am 24. September 2026 in Kärnten plötzlich verstorben. Der 68-Jährige prägte die Transportbranche in Niederösterreich über Jahrzehnte und engagierte sich auch in der Stadtgemeinde Zwettl.

Heinz Schierhuber kam am 2. Februar 1958 als zweites von sechs Kindern des Gastwirtehepaares Ottilia und Josef Schierhuber in Zwettl zur Welt. Nach der Volksschule in Schiltern bei Langenlois wurde er Sängerknabe im Stift Zwettl. Die Handelsakademie in Horn besuchte er gemeinsam mit seiner späteren Ehefrau Renate Roithner.

Vom Mitarbeiter zum Geschäftsführer

Nach dem Präsenzdienst war Schierhuber zunächst in der Privatbrauerei Zwettl tätig. 1982 wechselte er in den elterlichen Betrieb und legte die Konzessionsprüfung für das Güterbeförderungsgewerbe ab. Zwei Jahre später, 1984, wurde er geschäftsführender Gesellschafter der Firma Josef Schierhuber Ges.m.b.H. Ab 1990 arbeitete auch seine Frau Renate im Unternehmen mit. 2012 wandelte er den Betrieb in das Einzelunternehmen Heinz Schierhuber e.U. um.

Engagement für die Transportbranche

Schierhuber übernahm zahlreiche Funktionen in der Wirtschaftskammer Zwettl und Niederösterreich. Von 2006 bis 2012 war er Fachgruppenobmann für Niederösterreich. Auch international vertrat er die Interessen der Branche im Rahmen der IRU (International Road Transport Union).

„Mit großer Überzeugung, persönlichem Einsatz und Herzblut hat er sich für die Transportbranche und die Menschen darin eingesetzt. Dabei ist er immer sich selbst treu geblieben: ruhig, besonnen, menschlich und geradlinig“, würdigt ihn die Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe.

Ehrungen und Lebenswerk

Für seinen Einsatz erhielt Schierhuber mehrere Auszeichnungen von der Wirtschaftskammer und dem Land Niederösterreich. 2014 wurde ihm der Titel Kommerzialrat verliehen. Ende 2022 übergab er sein Lebenswerk an seinen Neffen Josef Dominik Schierhuber und seine Nichte Olivia Schierhuber.

Aktiv in Schweiggers und im Stift

Nach dem Tod seiner Ehefrau Renate heiratete Schierhuber Maria Hödl in der Pfarrkirche Schweiggers. In seiner zweiten Heimat engagierte er sich nach der Pensionierung in mehreren Bereichen: im Museum und der Erdäpfelwelt, im Pfarrkirchenrat, als Pilgerbegleiter sowie bei Essen auf Rädern und in der Nachbarschaftskultur.

Seine Freizeit verbrachte der Verstorbene gerne auf dem Fahrrad, seine Urlaube in Kärnten. Dort verstarb er am 24. September 2026 plötzlich und unerwartet. Der Begräbnisgottesdienst in der vollbesetzten Stiftskirche wurde vom Stiftskirchenchor, in dem Schierhuber bis zuletzt sang, und der Solistin Romy Mayer umrahmt. Er hinterlässt drei Töchter, Schwiegersöhne und Enkelinnen.

Quelle: https://www.schweiggers.gv.at/Nachruf_Trauer_um_Heinz_Schierhuber

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