Heizkosten im Burgenland: Tipps und Förderungen für 2026

Mit dem Start der Heizperiode stehen viele burgenländische Haushalte vor der Herausforderung, ihre Wohnung warm zu halten, ohne das Budget zu sprengen. Die Arbeiterkammer zeigt Einsparmöglichkeiten auf und informiert über den Wärmepreisdeckel des Landes.
Die Heizperiode bringt für zahlreiche Haushalte im Burgenland eine zentrale Frage mit sich: Wie lässt sich die Wohnung warmhalten, ohne dass die Kosten das Budget übermäßig belasten? Besonders Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen stehen unter Druck. „Niemand soll sich zwischen einer warmen Wohnung und anderen notwendigen Ausgaben entscheiden müssen“, erklärt AK-Expertin Mag.a Ines Lukic-Zjajo. Sie präsentiert Ratschläge und Hilfsangebote, um die Heizsaison finanziell zu meistern.
Eine beheizte Wohnung zählt zu den Grundbedürfnissen. Zwar können Spartipps die Ausgaben senken, doch sie bieten keine Lösung für alle Probleme. Wer in schlecht isolierten Mietobjekten wohnt oder veraltete Heizsysteme nutzen muss, hat oft nur begrenzten Einfluss auf die Kosten. „Es braucht neben Information und Beratung auch leistbare Energie, gute Wohnbedingungen und wirksame Unterstützung für jene Haushalte, die besonders unter den Heizkosten leiden“, unterstreicht Lukic-Zjajo. Niemand solle im Winter frieren müssen, weil sonst Geld für Lebensmittel, Medikamente oder andere notwendige Dinge fehle.
Effizient heizen trotz ungünstiger Bedingungen
Auch bei schwierigen Voraussetzungen lohnt es sich, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen: Die Heizung sollte so eingestellt werden, dass im Wohnzimmer 20 bis 21 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad herrschen. „Man sollte außerdem darauf achten, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden“, empfiehlt die Expertin. Nachts geschlossene Rollläden könnten Wärmeverluste über Fenster verringern.
Türen zu kälteren Räumen sollten geschlossen bleiben, Türen und Fenster auf Dichtheit überprüft werden. Auch Energieverträge sollten regelmäßig kontrolliert werden – dabei gilt es, Vertragsbedingungen und mögliche Preisänderungen im Blick zu behalten.
Stoßlüften statt Dauerkippen
Regelmäßiges Lüften sorgt für frische Luft und entfernt Feuchtigkeit aus den Räumen. Im Winter empfiehlt sich mehrmals täglich kurzes Stoßlüften. Dauerhaft gekippte Fenster führen hingegen zu unnötigen Wärmeverlusten. „Gerade nach dem Duschen oder Kochen sollte die feuchte Luft möglichst rasch nach außen gelangen“, so Lukic-Zjajo. Wichtig sei, die Wohnung ausreichend zu beheizen und auf Anzeichen von Feuchtigkeit oder Schimmel zu achten.
Wärmepreisdeckel: Förderung bis Ende 2026
Burgenländische Haushalte können auch 2026 vom Wärmepreisdeckel des Landes profitieren. Die Förderung steht Haushalten mit einer Bemessungsgrundlage von maximal 43.000 Euro offen. Anträge können bis 31. Dezember 2026 eingereicht werden.
Wer eine hohe Nachzahlung nicht auf einmal begleichen kann, hat die Möglichkeit, mit dem Energieanbieter eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Gesetzlich ist eine Ratenzahlung für bis zu 12 Monate, in begründeten Fällen für bis zu 18 Monate möglich.
Beratungsangebote bei finanziellen Schwierigkeiten
Bei finanziellen Problemen können sich Betroffene an die Schuldnerberatung Burgenland wenden. Für Fragen zu Energieverbrauch, Heizkosten und Einsparungen bieten die Energieberatung Burgenland sowie die Energiesparberatung der Caritas Burgenland Unterstützung an.
Quelle: https://bgld.arbeiterkammer.at/service/presse/Warme-Wohnung-leere-Boerse-.html
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