Heizkosten senken: Einfache Tipps für den Saisonstart

Pia ProdingerPia Prodinger
Heizkörperthermostat mit Einstellung auf Stufe 2 in einem Wohnraum
© Landes-Medienzentrum

Mit dem Herbstbeginn startet in Salzburg die Heizsaison. Das Land empfiehlt jetzt einen Heizungs-Check, um Energiekosten zu reduzieren. Viele Maßnahmen lassen sich in wenigen Minuten selbst umsetzen.

Der Herbst ist da, und in den kommenden Wochen beginnt in Salzburgs Haushalten wieder die Heizsaison. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Heizsysteme und Gebäude winterfit zu machen. Mit einfachen Kontrollen und den passenden Einstellungen lässt sich Energie und Geld sparen – vieles davon kann man in wenigen Minuten selbst erledigen.

Gerhard Löffler, Leiter des Referats Energiewirtschaft und -beratung beim Land Salzburg, betont: „Oft sind es ganz einfache Dinge: die richtigen Heizzeiten, eine niedrigere Vorlauftemperatur oder ein entlüfteter Heizkörper. Das kostet wenig oder gar nichts, kann aber den Energieverbrauch spürbar reduzieren.“

Checkliste für den Heizungs-Check

Der Experte hat eine Liste mit „Do-it-yourself“-Tipps zusammengestellt:

  • Gluckernde oder nur teilweise warme Heizkörper entlüften. Dafür reicht meist ein Entlüftungsschlüssel, ein Schraubenzieher oder eine Zange.
  • Thermostatventile nach der Sommerpause einmal auf- und zudrehen, da sie über die Monate festsitzen können.
  • Heizkörper dürfen nicht von Möbeln, langen Vorhängen oder Verkleidungen verdeckt sein, damit sich die Wärme frei im Raum verteilen kann.
  • Anlagendruck kontrollieren: Ist er zu niedrig, werden einzelne Heizkörper nicht mehr richtig warm.
  • Heizzeiten an den tatsächlichen Tagesablauf anpassen. Oft laufen Heizungen, wenn niemand zu Hause ist. Auch die Zeiten für die Warmwasseraufbereitung sollten überprüft werden.
  • Heizkurve und Vorlauftemperatur prüfen: Viele Anlagen sind höher eingestellt als nötig. Die Regel lautet: So niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig, damit alle Räume angenehm warm werden.

Wann Profis gefragt sind

Werden manche Räume nicht ausreichend warm, andere überhitzen oder sind Strömungsgeräusche an Heizkörpern und Leitungen zu hören, sollte man Fachleute kontaktieren. Löffler erklärt: „Es kann sein, dass die Wärme im Heizsystem ungleich verteilt ist. Dann sollte ein Installateur prüfen, ob ein hydraulischer Abgleich sinnvoll ist. Dabei wird die Anlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper die tatsächlich benötigte Menge an Heizungswasser erhält.“ Bei älteren Heizungsanlagen sollte rechtzeitig geprüft werden, ob eine Wartung durch einen Fachbetrieb notwendig ist.

Raumtemperatur bewusst wählen

Die Raumtemperatur ist eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Unnötig überheizte Räume kosten allerdings viel Energie. Bereits ein Grad weniger kann den Energiebedarf um rund sechs Prozent reduzieren, so Löffler. Eine etwas niedrigere Raumtemperatur hat noch einen weiteren Vorteil: Die relative Luftfeuchtigkeit bleibt höher und die Raumluft wird weniger trocken. Das kann in der kühlen Jahreszeit als angenehmer empfunden werden und ist auch für die Gesundheit besser. Gerade im Schlafzimmer wirken sich geringere Raumtemperaturen nicht nur günstig auf den Energieverbrauch, sondern auch auf die Schlafqualität aus.

Stoßlüften statt Fenster kippen

Gekippte Fenster sind im Winter keine gute Idee. Besser ist es, kurz und kräftig zu stoßlüften. So wird feuchte und verbrauchte Raumluft rasch ausgetauscht, ohne Wände und Möbel unnötig auszukühlen, erklärt der Experte.

Fenster, Türen und Rohre kontrollieren

Vor dem Start der Heizsaison lohnt sich ein Rundgang durch das Haus oder die Wohnung. Undichte Fenster und Türen können häufig mit neuen Dichtungen oder einfachen Einstellarbeiten verbessert werden. Auch ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Kellerräumen sind unnötige Energiefresser. Eine Rohrdämmung kann in Eigenregie montiert werden, ist vergleichsweise günstig und spart nicht nur heuer, sondern in jedem folgenden Winter Energie.

Kostenlose Energieberatung verfügbar

Wer wissen möchte, wo im eigenen Haus die größten Einsparpotenziale liegen, kann sich an die Energieberatung des Landes in Kooperation mit der Salzburg AG wenden. Unabhängig, produktneutral und kostenlos wird zu Förderungen, Energieausweis und Sanierung informiert. Die Expertinnen und Experten geben Energiespartipps und betrachten Heizung, Warmwasserbereitung und Gebäude gemeinsam. Von Jänner bis 31. August gab es bereits 1.883 Beratungen im Bundesland. Die Hauptthemen sind der Heizungstausch und Photovoltaik, inklusive Speicher.

Quelle: https://www.fuschlamsee.at/Heizungs-Check_Ein_paar_Minuten_Arbeit_reduzieren_Energiekosten_1

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