Heizöl um 75 Prozent teurer – SPÖ fordert höheren Zuschuss

SPÖ-Landesrat Martin Winkler verlangt eine Anhebung des Heizkostenzuschusses auf 700 Euro.
Zu Beginn der Heizsaison belasten stark gestiegene Energiepreise viele oberösterreichische Haushalte. Laut Arbeiterkammer Oberösterreich verteuerte sich Heizöl seit September 2025 um 75,4 Prozent, Pellets kosteten im Jahresvergleich 34 Prozent mehr. Der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende und Landesrat Martin Winkler fordert deshalb rasche Entlastungsmaßnahmen.
Familien und Pensionisten unter Druck
Für Familien, Pensionistinnen und Pensionisten sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entwickeln sich die Ausgaben für eine warme Wohnung zu einer ernsthaften finanziellen Belastung. Der Heizkostenzuschuss des Landes betrug in der vergangenen Heizperiode lediglich 200 Euro – während die Preise für Heizöl und Pellets deutlich anzogen.
Winkler warnt davor, dass Heizen zum Luxus werden könnte. Menschen, die arbeiten, Familien versorgen oder von einer Pension leben, müssten sich eine angemessen beheizte Wohnung leisten können. Besonders Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen trifft die Preisentwicklung hart, da sie auf Wärme nicht verzichten können.
Zuschuss soll auf 700 Euro steigen
Winkler unterstützt die Forderung der Arbeiterkammer, den Heizkostenzuschuss auf 700 Euro anzuheben und mehr Haushalte anspruchsberechtigt zu machen. Entscheidend sei aber auch, wann die Hilfe ankommt.
In der vergangenen Saison konnte der Zuschuss erst zwischen März und Mai beantragt werden. Bei Heizöl entsteht die finanzielle Belastung jedoch oft schon im Herbst, wenn der Tank gefüllt werden muss. Unterstützung im Frühjahr komme dann zu spät, weil die Rechnung längst bezahlt oder andere dringende Ausgaben zurückgestellt werden mussten.
Wirksame Entlastung müsse dort ankommen, wo sie gebraucht wird, und zwar dann, wenn die Kosten anfallen. Ein rechtzeitig verfügbarer Zuschuss könne Familien, Alleinerziehende und Menschen mit geringem Einkommen unmittelbar helfen.
Langfristig auf erneuerbare Energie setzen
Neben kurzfristiger Hilfe brauche Oberösterreich eine langfristige Strategie für leistbare Energie. Der Ausbau erneuerbarer Energien, moderner Speicherlösungen und regionaler Versorgung könne die Abhängigkeit von internationalen Preisschwankungen und fossilen Importen verringern.
Investitionen in Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse, Wärmepumpen und Energiespeicher stärkten nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern schafften auch regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Das Ziel sei klar: Niemand solle im Winter zwischen einer warmen Wohnung und anderen notwendigen Ausgaben wählen müssen. Kurzfristige Entlastung durch einen höheren und früher ausbezahlten Zuschuss sowie langfristige Investitionen in heimische Energie gehörten zusammen.
Quelle: https://www.spooe.at/2026/10/27/heizen-muss-leistbar-bleiben
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