Hellweg stellt Antrag auf Schließung der letzten Filialen

Die Baumarktkette Hellweg will ihre verbliebenen vier Standorte in Österreich schließen. Betroffen sind die Filialen in Ried im Innkreis, Kirchdorf an der Krems, Straßwalchen und Graz-Eggenberg, so der ORF.
Die österreichische Tochtergesellschaft der deutschen Baumarktkette hat die Schließung ihrer letzten vier Filialen beantragt. Dabei handelt es sich um die Standorte in Ried im Innkreis und Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich, Straßwalchen in Salzburg sowie Graz-Eggenberg in der Steiermark.
Die vier Märkte sollen geordnet an einen Investor übergeben werden. Der Warenbestand soll erhalten bleiben, die Standorte fortgeführt und die Beschäftigten übernommen werden. Die Bereiche Marktleitung und Brandschutz bleiben von der Schließung ausgenommen, um die Sicherheit während der Verwertung zu gewährleisten.
Schließungsantrag bereits Mitte August
Für die beiden steirischen Filialen in Graz-Raaba und Fürstenfeld mit insgesamt 44 Mitarbeitern war bereits am 12. August ein Schließungsantrag eingereicht worden. Der Kaufinteressent hatte für diese beiden Märkte keine Fortführungsmöglichkeit gesehen. Ab 7. September wird das Sortiment dieser Standorte versteigert.
Sanierung seit Ende Juni
Am 30. Juni 2026 wurde am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über die österreichische Hellweg-Tochter eröffnet. Bereits am 16. Juni meldete die deutsche Muttergesellschaft Insolvenz an.
Die Verbindlichkeiten in Österreich belaufen sich laut Kreditschützern auf 23,88 Millionen Euro bei rund 280 betroffenen Gläubigern. Angeboten wird die gesetzliche Mindestquote von 30 Prozent. Zu Beginn des Verfahrens betrieb die Kette in Österreich noch sechs Filialen mit 165 Beschäftigten.
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