Hepatitis bleibt oft jahrelang unbemerkt

Anlässlich des Welthepatitistages am 28. Juli weist das Landesklinikum Amstetten auf die Bedeutung der Früherkennung hin. Virale Hepatitis verläuft häufig über Jahre symptomfrei, kann aber zu schweren Leberschäden führen.
Der 28. Juli ist internationaler Aktionstag gegen virale Hepatitis. Das Landesklinikum Amstetten nutzt diesen Tag, um auf die Wichtigkeit einer gesunden Leber sowie die rechtzeitige Diagnose und Therapie von Hepatitis hinzuweisen. Die Erkrankung bleibt oft lange Zeit unentdeckt, da sie über Jahre hinweg keine Beschwerden verursacht. Moderne Diagnose- und Therapieverfahren ermöglichen heute in vielen Fällen eine erfolgreiche Behandlung und können schwere Folgeschäden verhindern.
Der Welthepatitistag soll das Bewusstsein für virale Hepatitis stärken und die Bedeutung von Vorsorge, Früherkennung und moderner Behandlung ins Zentrum rücken. Weltweit sind Millionen Menschen mit einer Hepatitis-Infektion infiziert, viele davon unwissentlich.
Hepatitis B und C können Leber schwer schädigen
Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die verschiedene Ursachen haben kann. Besonders die Virushepatitiden B und C sind in Österreich relevant und können unbehandelt zu schweren Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Die Erkrankung verursacht häufig über Jahre hinweg keine oder nur unspezifische Symptome, weshalb sie oft lange unentdeckt bleibt.
„Hepatitis verläuft in vielen Fällen über lange Zeit unbemerkt. Gerade deshalb ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Dank moderner Therapien können wir Hepatitis C heute in den meisten Fällen vollständig heilen und auch Hepatitis B sehr gut behandeln. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser können Folgeschäden verhindert werden“, erklärt OA Dr. Martin Herget, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin 2 des Landesklinikums Amstetten.
Risikofaktoren und Prävention
Zu den Risikofaktoren für eine Hepatitis-Infektion zählen unter anderem intravenöser Drogenkonsum, ungeschützter Sexualkontakt oder Tätowierungen und Piercings unter unzureichenden hygienischen Bedingungen. Bei entsprechenden Risikofaktoren oder unklarer Erhöhung von Leberwerten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Neben der Früherkennung leisten auch Impfungen – insbesondere gegen Hepatitis B – einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit. Darüber hinaus unterstützen ein gesunder Lebensstil, ein maßvoller Alkoholkonsum, ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung die Leberfunktion.
Das Landesklinikum Amstetten verfügt über umfassende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Abklärung und Behandlung von Lebererkrankungen. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten frühzeitig zu begleiten und eine individuell abgestimmte Therapie anzubieten.
„Der Welthepatitistag erinnert uns daran, wie wichtig Prävention und Aufklärung sind. Hepatitis ist heute in vielen Fällen gut behandelbar – entscheidend ist, dass Betroffene rechtzeitig diagnostiziert werden und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen“, betont OA Dr. Martin Herget.
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