Herbst bringt Hochsaison für Einbrecher in Kärnten

Mona HopfingerMona Hopfinger
Haus mit Safe im Eingangsbereich, beleuchtet von Außenlampe
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Polizei warnt vor Dämmerungseinbrechern, die besonders zwischen 17 und 23 Uhr zuschlagen. Häuser nahe Autobahnen sind bevorzugte Ziele.

Die kürzeren Tage im Herbst schaffen ideale Bedingungen für Einbrecher. In der Dunkelheit finden sie Deckung und können ungestört agieren. Besonders gefährdet sind Objekte in der Nähe von Autobahnen und Schnellstraßen, da die Flucht von dort besonders einfach ist.

So gehen die Täter vor

Einbrecher wählen bevorzugt ruhige Wohnsiedlungen aus. Sie fahren Straßen ab, beobachten Häuser und studieren die Gewohnheiten der Bewohner. Zwischen 17 und 23 Uhr schlagen sie zu – dann, wenn sie wissen, dass niemand zu Hause ist.

Der bevorzugte Einstieg erfolgt über Terrassentüren an der Rückseite der Häuser, die von Nachbarn oft nicht einsehbar sind. Nach dem Eindringen öffnen die Täter häufig ein weiteres Fenster als Fluchtweg. Sie suchen gezielt nach Schmuck, Bargeld, Münzsammlungen, Fahrzeugdokumenten und Autoschlüsseln. Der gesamte Aufenthalt dauert oft nur wenige Minuten.

Diese Schutzmaßnahmen empfiehlt die Polizei

Die Beleuchtung des Außenbereichs und der Zugangswege in Kombination mit Bewegungsmeldern wirkt abschreckend. Wichtig ist, keine Zeichen der Abwesenheit zu setzen: Briefkästen müssen geleert und Werbematerial entfernt werden.

Das Heim sollte stets bewohnt wirken. Zeitschaltuhren für die Innenbeleuchtung helfen dabei. Beim Verlassen des Hauses sollten Türen und Fenster ordentlich verschlossen werden – das gilt auch für Kellerfenster.

Bargeldbeträge im Haus sollten gering gehalten werden. Wertgegenstände gehören in den Banksafe oder in einen fest im Mauerwerk verankerten Tresor. Auch an alten Türen und Fenstern lässt sich der Einbruchsschutz durch zusätzliche Sicherungen noch deutlich verbessern. Die Polizei empfiehlt zudem, die Nachbarschaftshilfe zu pflegen.

Verhalten bei Konfrontation

Einbrecher sind in der Regel keine Gewalttäter, dennoch kann es zu Begegnungen kommen. Wer merkt, dass ein Fremder im Haus ist, sollte sich bemerkbar machen: Licht aufdrehen, Lärm machen, Namen rufen. Der Eindruck, dass mehrere Personen anwesend sind, ist wichtig.

Dem Täter die Flucht ermöglichen – nicht entgegenstellen. Der Fluchtweg muss freigehalten werden. Keinesfalls sollte man selbst nach dem Täter fahnden, denn er könnte bewaffnet sein. Die Polizei über Notruf 133 rufen – ein Schnurlostelefon oder Handy sollte immer in Reichweite sein.

Nach einem Einbruch

Wer nach Hause kommt und einen Einbruch bemerkt, sollte nicht mehr in das Haus oder die Wohnung gehen. Die Polizei muss sofort gerufen werden, am besten vom Handy oder vom Nachbarn aus. Die Rufnummerunterdrückung beim Handy sollte ausgeschaltet sein, damit die Polizei zurückrufen kann. Das Eintreffen der Beamten sollte vor dem Objekt abgewartet werden.

Kostenlose Beratung verfügbar

Wer prüfen lassen möchte, ob die Sicherung der eigenen Wohnung oder des Hauses den heutigen Anforderungen entspricht, kann sich über die Hotline 059 133 mit den Beamten der Kriminalprävention in Verbindung setzen. Bei einer kostenlosen Beratung vor Ort wird eine Schwachstellenanalyse durchgeführt und aufgezeigt, wie das Heim sicherer gemacht werden kann.

Die Polizei-App bietet zudem aktuelle Nachrichten, Präventionstipps, Fahndungsausschreibungen sowie einen Polizeifinder und Verkehrsnachrichten. Sie steht für iOS, Android und Windows zur Verfügung. Weitere Tipps gibt es im Sicherheits-Ratgeber des Kärntner Zivilschutzverbandes, der kostenlos angefordert werden kann.

Quelle: https://www.siz.cc/kaernten/aktuell/102499/Einbrueche-in-der-Daemmerung

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