HERBSTGOLD-Festival in Eisenstadt eröffnet

In Eisenstadt ist das HERBSTGOLD-Festival 2026 mit Kunstinstallationen und einem Eröffnungskonzert gestartet. Unter dem Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ verbindet die Veranstaltung Kunst, Musik und historische Kulturstätten rund um Schloss Esterházy.
Das HERBSTGOLD-Festival 2026 wurde in Eisenstadt mit den Kunstinstallationen „Ströme der Zukunft“ von Hannah Neckel und „Grüne Hunde“ von Hugo Canoilas eröffnet. Den musikalischen Auftakt bildete ein Konzert mit Pablo Ferrández, Riccardo Minasi und dem Chamber Orchestra of Europe.
Kunstinstallationen am Emericus-Brunnen und in der Orangerie
Kurator Vitus Weh eröffnete das Festival künstlerisch am eigens reaktivierten Emericus-Brunnen vor Schloss Esterházy. Im Zentrum stand Hannah Neckels Installation „Ströme der Zukunft“ – elf Fahnen mit dem Panorama eines pulsierenden Wasserlaufs, durch den weibliche Avatare und muschel-quallenartige Wesen ziehen, als Verbindung von Erinnerung, Gegenwart und Zukunft. Der Brunnen, eines der ältesten Elemente des Schlossplatzes, wird ab Herbst saniert und führt ab Frühjahr 2027 dauerhaft wieder Wasser.
Begleitet von „Vocalis“ führte die Eröffnung weiter zu Hugo Canoilas' vierteiliger Skulpturengruppe „Grüne Hunde“, gestaltet aus Obst- und Gemüseformen (Karfiol, Weißkohl, Gurken, Brokkoli) auf den Steinsockeln der 2025 wiedererrichteten Holzbrücke beim Orangerie-Pavillon. Die Hunde symbolisieren Schutz und Übergang zwischen Mensch, Natur und Spiritualität und verweisen auf die frühere Nutzung der Orangerie zur Nahrungsmittelproduktion.
Weh: „Der ‚Pulsschlag der Zeit' zeigt sich nicht nur in der Musik, sondern auch in der Kunst“ – beide Werke erzählten von Bewegung, Wandel und Verbindung
Eröffnungskonzert mit Haydn, Mozart und Vasks
Werke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart standen im Mittelpunkt des Eröffnungskonzerts: Haydns Sinfonie Nr. 88 und sein Cellokonzert in C-Dur, Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ sowie – als Abrundung – Pēteris Vasks' „Musica dolorosa“.
Intendant Julian Rachlin beschreibt das diesjährige Festivalmotto so: „Jede Epoche hat ihren eigenen Pulsschlag. In der Musik können wir ihn hören, fühlen und neu entdecken. Vom innovativen Geist Haydns über die Vollendung Mozarts bis zur emotionalen Klangsprache von Vasks spannt sich ein Bogen, der Vergangenheit und Gegenwart in Resonanz versetzt.“
Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen, ergänzt: „Der ‚Pulsschlag der Zeit' offenbart sich in der Fähigkeit großer Kompositionen, die über Jahrhunderte hinweg lebendig bleiben und ihr Publikum immer wieder aufs Neue zutiefst berühren.“
Programm bis 26. September
Das Eröffnungskonzert startete zehn Festivaltage im Schloss Esterházy, bis 26. September 2026. Weiteres Programm:
Bamberger Symphoniker mit Julian Rachlin
Gabriela Montero (Albéniz, Chopin, Liszt)
Mozarts Requiem mit Wiener Singverein, Chamber Orchestra of Europe und Rachlin
Kammermusik: Motus Quartett
Filmvorführung „One Chance – Einmal im Leben"
Janoska Ensemble mit Rolando Villazón
literarisch-musikalischer Abend: Ian Bostridge, Julius Drake und Victoria Trauttmansdorff
Kammermusikabend mit Rachlin, Gromes, Andrianow, Lipman, McElravy und Brovtsyn
Orchesterfinale mit Alexander Malofeev, West Hungarian Philharmonic Orchestra – Győr und Rachlin
Ticketbestellungen sind beim Ticketbüro pan.event unter der Telefonnummer +43 2682/65065 oder per E-Mail an tickets@panevent.at möglich.
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