Hermagor testet Elektro-Carsharing im ländlichen Raum

In der Klima- und Energie-Modellregion Hermagor läuft ein Pilotprojekt für gemeinschaftlich genutzte Elektroautos. Für 1,50 Euro pro Stunde können Ortsansässige die Fahrzeuge mieten, so der ORF.
Im Gailtal wird derzeit ein Projekt getestet, bei dem sich Nachbarn Elektroautos teilen können. Ziel ist es, die Anzahl der Zweit- und Drittfahrzeuge in Haushalten zu reduzieren, wie Nina Fabian, Projektleiterin der Klima- und Energie-Modellregion Hermagor, erklärt.
„Jede Familie hat teilweise vier bis fünf Autos daheim, aber die Stehzeiten sind sehr lange“, so Fabian. Das Nachbarschaftsauto biete gerade im ländlichen Raum große Chancen für unterschiedliche Zielgruppen – von Pensionisten über Studierende bis hin zu alleinerziehenden Eltern, die sich kein eigenes Fahrzeug leisten können oder wollen.
Die Mietkosten für die Elektroautos liegen bei 1,50 Euro pro Stunde. Fabian zeigt sich positiv überrascht von der Verantwortung, die die Nachbarschaft für die Fahrzeuge übernimmt, und vom bewussten Umgang der Teilnehmer mit dem Thema Mobilität.
Wissenschaftliche Auswertung geplant
Eine Herausforderung zu Beginn war es, Freiwillige für den Testzeitraum zu finden. Diese müssen ihr Mobilitätsverhalten offenlegen, da die Daten für wissenschaftliche Forschung benötigt werden.
Am Ende des Projekts werden die Nutzerdaten ausgewertet. Zusätzlich sind Interviews mit den Teilnehmern geplant, um Probleme, Herausforderungen und positive Erfahrungen genauer zu analysieren.
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