Hettegger peilt Medaille bei Straßen-WM an

Pia ProdingerPia Prodinger
Rennrad-WM-Goldmedaille Montreal 3.000 Höhenmeter und Rennrad auf Bergstraße
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach Silber bei der Mountainbike-WM in Val di Sole hat Michael Hettegger aus Strobl bereits das nächste Ziel im Visier. Bei der Junioren-Straßen-WM in Montreal will der 18-Jährige in drei Wochen erneut auf das Podest, so der ORF.

Die WM-Medaille vom Mountainbike-Rennen in Val di Sole ist bei Michael Hettegger bereits wieder verstaut. Für den Rückblick bleibt wenig Zeit, auch wenn der Erfolg einen hohen Stellenwert für ihn hat. „Ja, es ist natürlich ein Riesenerfolg, einfach weil es bei einer WM ist und doch auch meine erste WM-Medaille“, sagt der Strobler. Auch bei der EM hatte er zuvor bereits Silber geholt. „Jetzt zweimal Vize, das ist halt richtig geil“, so Hettegger.

Der 18-Jährige ist längst wieder auf dem Rennrad unterwegs. Täglich wird trainiert, täglich wird ausgefahren: zwei bis drei Stunden, 100 bis 120 Kilometer.

Zwei Disziplinen mit großen Unterschieden

Mountainbike und Rennrad auf Top-Niveau zu fahren, schaffen nur wenige Sportler. Wie lässt sich der Unterschied zwischen den beiden Disziplinen beschreiben? Hettegger vergleicht es mit Langlaufen klassisch und Skating. „Ich finde, es ist schon ein Riesenunterschied. Das Rennen verhält sich ganz anders“, erklärt er. Beim Mountainbike gehe es von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas, beim Straßenfahren spiele mittlerweile auch bei den Junioren ziemlich viel Taktik eine Rolle.

Hettegger war Landesmeister im Langlauf und fuhr Skirennen, bevor er früh zum Radsport kam. Sein Elternhaus liegt direkt an der Postalmstraße zwischen Strobl im Flachgau und Abtenau im Tennengau – ein Radklassiker in Salzburg. Die Leidenschaft fürs Rad sei richtig bald entstanden, schildert er. „Ich glaube, so mit drei Jahren hat es mir schon richtig gefallen.“ Mit zehn Jahren habe er sich entschieden, Profi werden zu wollen. „Da haue ich alles rein, was geht – seit ein paar Jahren. Ich glaube, es schaut nicht so schlecht aus.“

Goldmedaille in Montreal als Ziel

In der Radsportwelt gilt der seit Mittwoch 18-jährige Strobler mittlerweile als großes Talent. Er ist 1,78 Meter groß, 59 Kilo schwer und ein Kletterer. Der Profi-Radrennstall Lidl-Trek wurde bereits auf ihn aufmerksam.

Die WM-Strecke in Montreal in Kanada scheint ihm in drei Wochen auf den Leib geschneidert zu sein. Fast 3.000 Höhenmeter sind dort zu bewältigen, eine Kraxelei der Sonderklasse. „Ja, das Ziel ist natürlich auf jeden Fall eine Medaille“, sagt Hettegger über das Junioren-Rennen. Wenn es irgendwie gehe, vielleicht sogar die Goldmedaille. „Also ich glaube, ich muss es einfach gut herunterspulen und dann ist hoffentlich eine Goldmedaille drin.“

Sollte die Sensation gelingen und Hettegger den Junioren-Weltmeistertitel auf der Straße holen, würde er einem nachfolgen, dessen Namen man international mittlerweile kennt: dem Juniorenweltmeister von 2015, Felix Gall.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3369636/

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