Hightech-Überwachung gegen Naturgefahren im Pinzgau

Mona HopfingerMona Hopfinger
Sensornetzwerk und Datenanalyse bei einem Kraftwerk in den Bergen
© Mit KI (Gemini) generiert

In Bramberg am Wildkogel wird mit modernster Technologie der Transport von Geschiebematerial gemessen. Die Daten sollen helfen, Schutzmaßnahmen gegen Naturgefahren weiterzuentwickeln und die Auswirkungen des Klimawandels frühzeitig zu erkennen.

Am Habach in Bramberg am Wildkogel präsentierten Bundesminister Norbert Totschnig und Landesrat Maximilian Aigner eine moderne Geschiebe-Monitoringstation. Die Anlage ist Teil des Forschungsprojekts FEMMOS (Feststoffmanagement und -monitoring Obere Salzach) und soll mit Hightech-Überwachung die Klimasicherheit für den alpinen Raum verbessern.

Die Station liefert Daten zum Transport und zur Ablagerung von Schotter und anderem Geschiebematerial. Ziel ist es, veränderte Naturgefahren besser zu verstehen und eine belastbare Grundlage für die Planung wirksamer Schutzmaßnahmen zu schaffen. Forschung und Praxis werden dabei im Sinne des Bevölkerungsschutzes miteinander verknüpft.

40 Millionen Euro jährlich für Schutzbauten

Landesrat Aigner betonte, dass in Salzburg das Land, das Umweltministerium, die Gemeinden und Interessenten jährlich rund 40 Millionen Euro in die Wildbach- und Lawinenverbauung investieren. Unverzichtbar sei auch das Engagement der 321 Genossenschaften, ohne die eine flächendeckende Erhaltung der Schutzbauwerke undenkbar wäre.

„Der Schutz vor Naturgefahren ist und bleibt eine Daueraufgabe, denn der Klimawandel stellt uns insbesondere in unseren alpinen Regionen vor neue Herausforderungen“, so Aigner. Mit dem Forschungsprojekt im Oberpinzgau würden die Grundlagen geschaffen, um Schutzbauwerke an diese Veränderungen anzupassen.

Vorsorgeflächen für Geschiebe und Murmaterial

In Salzburg wurden bereits 31 Vorsorgeflächen genehmigt, rund zehn weitere befinden sich in Vorbereitung. Damit lässt sich das anfallende Geschiebe (Gesteinsmaterial, das Flüsse mitführen) sinnvoll vor Ort nutzen. Landwirtschaftliche Flächen werden besser, die Transportwege kürzer und die Kosten geringer.

Bundesweite Monitoringsysteme im Einsatz

Bundesminister Totschnig verwies auf zunehmende Starkniederschläge und Veränderungen im alpinen Gelände, die immer größere Mengen an Geröll und Sediment mobilisieren. Dies stelle neue Anforderungen an die Schutzbauwerke.

„Wer die Menschen und ihre Lebensgrundlagen auch in Zukunft wirksam schützen will, muss diese Veränderungen frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln“, erklärte Totschnig. Deshalb werde gezielt in Forschung, modernste Technologien und österreichweit abgestimmte Monitoringsysteme wie GeoMonitorAT und SedalpAT investiert. Damit würden fundierte Datengrundlagen geschaffen, um Risiken besser einzuschätzen und Regionen langfristig vor Naturgefahren zu schützen.

Quelle: https://www.bruck-grossglockner.at/Mit_Hightech_gegen_Naturgefahren

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