Historischer Film zeigt Grundsteinlegung 1924 in Salzburg

Pia Prodinger
Kriegerdenkmal in St. Pölten mit Kränzen und Fahnen im Herbst
© sbg.oekb.net

Ein Stummfilm dokumentiert die Grundsteinlegung für das Ehrenmal am Salzburger Kommunalfriedhof vom 14. September 1924. Das Schwarze Kreuz Salzburg hat das historische Filmmaterial zur Verfügung gestellt.

Die Landesgeschäftsstelle des Schwarzen Kreuzes Salzburg hat einen sechsminütigen Kurzstummfilm aus dem Jahr 1924 veröffentlicht. Das historische Dokument zeigt die Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung des Ehrenmals am Kommunalfriedhof, die am 14. September 1924 stattfanden.

Das Denkmal sollte den gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs gewidmet werden. Rund 4.000 Landessöhne aus Salzburg waren im Krieg gefallen, ein Teil von ihnen wurde am Kommunalfriedhof beigesetzt.

Spendenaufruf für das Monument

Bereits am 14. September 1924 veröffentlichte die Salzburger Chronik einen Aufruf zur Finanzierung des Projekts. Das geplante Monument sollte aus Konglomeratstein vom Rainberg errichtet werden und eine Höhe von 12 Metern erreichen. Die quadratische Grundfläche war mit 8 mal 8 Metern bemessen.

An Bronzeplatten am Sockel sollten die Truppenkörper und Schlachten genannt werden, an denen Salzburger Soldaten teilgenommen hatten. Ein Gedenkbuch mit allen Namen der Gefallenen war zur Versenkung im Denkmal vorgesehen.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 450 Millionen Kronen. Zum Zeitpunkt des Aufrufs waren bereits 200 Millionen aufgebracht worden. Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl hatte das Protektorat für die Errichtung übernommen.

Feierliche Zeremonie am Friedhof

Die Grundsteinlegung fand laut einem Bericht der Salzburger Chronik vom 16. September 1924 in feierlichem Rahmen statt. Zahlreiche offizielle Persönlichkeiten, Veteranen- und Kriegervereine sowie Kameradschaftsverbände nahmen an der Zeremonie teil.

Unter den Anwesenden waren Fürsterzbischof Dr. Rieder, Vertreter der Landesregierung und der Stadtgemeinde sowie Offiziere und Mannschaften des Bundesheeres. Die Musikkapelle des Bundesheeres spielte das „Gebet vor der Schlacht“.

Regierungsrat Anton Hueber, Präsident des Schwarzen Kreuzes, eröffnete die Feier. Das Denkmal sollte ein schlichtes Zeichen der Treue und Dankbarkeit gegenüber den gefallenen Soldaten sein. Major Rudolf Oberhauser verlas die Grundsteinurkunde, die anschließend eingemauert wurde.

Fürsterzbischof Rieder führte trotz seines leidenden Zustands den ersten Hammerschlag aus und segnete den Grundstein. Die Fertigstellung des Denkmals war für den Sommer 1925 geplant.

Die Pläne stammten von Architekt Baurat Wiedemann. Pioniere des Bundesheeres unter Oberstleutnant Bäumel unterstützten die Arbeiten.

Quelle: https://sbg.oekb.net/aktuelles-termine/artikel-lv?tx_news_pi1[action]=detail&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[news]=3887&cHash=e87d84fee3f0febb2fea0a8363696d7d

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