Hitze bremst Burgenland-Tourismus im August

Mona HopfingerMona Hopfinger
Temperaturen über 35°C und Anpassung an Jahreszeiten mit Kalendern
© Mit KI (Gemini) generiert

Extreme Temperaturen haben im August zu einem Rückgang der Nächtigungen im Burgenland geführt. Von Jänner bis August bleibt das Bundesland mit 2,44 Millionen Übernachtungen dennoch nahe am Rekordniveau des Vorjahres.

Im August 2026 verzeichnete das Burgenland 497.726 Nächtigungen – ein Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2025. Als wesentlicher Grund gelten die anhaltenden Hitzeperioden mit Temperaturen deutlich über 35 Grad, die zu Verschiebungen, Stornierungen und vereinzelt vorzeitigen Abreisen führten.

Trotz des schwächeren Augusts liegt die Bilanz der ersten acht Monate stabil: Von Jänner bis August wurden 2.444.810 Nächtigungen gezählt, lediglich 0,9 Prozent weniger als im Rekordjahr 2025.

Gäste reagieren flexibel auf Wetterextreme

Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel erklärt, dass sich das Reiseverhalten bei außergewöhnlichen Wetterlagen kurzfristig verändere. „Bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad werden Aktivitäten wie Radfahren, Wandern, Naturexkursionen oder längere Aufenthalte im Freien naturgemäß schwieriger“, so Tunkel. Gäste würden zunehmend flexibel reagieren und kurzfristiger entscheiden oder ihre Aufenthalte verschieben.

Gleichzeitig betont er das Potenzial des Bundeslandes trotz Rekordtemperaturen: Badeseen, Seebäder, der Neusiedler See sowie Thermen- und Wellnessangebote, Kultursommer und kulinarische Highlights würden weiterhin nachgefragt. Das pannonische Klima bleibe besonders im Frühling und Herbst eine große Stärke.

Niederösterreich und Nachbarmärkte legen zu

Im August entwickelten sich einzelne Herkunftsmärkte positiv: Gäste aus Niederösterreich buchten 103.828 Nächtigungen, ein Plus von 3,0 Prozent. Aus Ungarn kamen 12.990 Übernachtungen (+20,5 Prozent), aus der Tschechischen Republik 10.782 (+11,3 Prozent) und aus der Slowakei 7.012 (+2,9 Prozent).

In der Jahresbilanz von Jänner bis August gingen die Nächtigungen inländischer Gäste um 1,3 Prozent auf 1.848.823 zurück, während jene aus dem Ausland um 0,5 Prozent auf 595.987 zulegten. Zuwächse verzeichneten Niederösterreich (+3,2 Prozent), Vorarlberg (+12,6 Prozent) und Wien (+1,1 Prozent). Auch die Nachbarmärkte Ungarn (+13,9 Prozent), Tschechien (+13,1 Prozent) und die Slowakei (+2,2 Prozent) liegen deutlich über dem Vorjahresniveau.

Strategie setzt auf Saisonverlängerung

Die Erfahrungen des Sommers unterstreichen laut Tunkel die Bedeutung der burgenländischen Tourismus-Strategie 2030. Klimatische Veränderungen und Wetterextreme könnten das Reiseverhalten kurzfristiger und flexibler machen, eröffneten aber auch Chancen in der Saisonverlängerung.

Gemeinsam mit den drei Erlebnisregionen setze man auf starke saisonverlängernde Angebote: Im Frühling zählen dazu Losradeln, Aufblühen und das See Opening, im Herbst die burgenländischen Naturerlebnistage, das Martiniloben und erstmals das Halloween-Erlebnis auf Burg Schlaining sowie in der Adventzeit die Winterwunder Burgenland Events mit über 50 Locations im ganzen Land.

Quelle: https://www.burgenland.info/b2b/dc/detail/Strukturierter-Artikel/extremer-hitzesommer-veraendert-reiseverhalten-ganzjahresstrategie-gewinnt-weiter-an-bedeutung

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